Unruh

Beste Regie in der Kategorie Encounters Berlinale 2022

 

Ein Tal in der Nordwestschweiz, 1872: Josephine (Clara Gostynski) arbeitet in einer Uhrenfabrik, wo sie die Achse der Unruhe herstellt, ein winziges Stück, das den Schwung in der Mitte der mechanischen Uhr verursacht. Da sie Schwierigkeiten hat, ihre Gemeindesteuern zu bezahlen, wird sie bald unzufrieden mit der Organisation von Arbeit und Besitz im Dorf und in der Fabrik und schließt sich der anarchistischen Arbeiterbewegung der örtlichen Uhrmacher, der Fédération Jurassienne, an. Dort lernt sie Piotr Kropotkin (Alexei Evstratov) kennen, einen schwermütigen russischen Reisenden. Ihre Begegnung fällt in eine Zeit, in der die Zeitmessung, die Fotografie und der Telegraf die soziale Ordnung verändern und anarchistische Erzählungen mit einem aufkommenden Nationalismus konkurrieren. Bei einem Waldspaziergang fragen sich Josephine und Piotr: Sind Zeit, Geld und Staat nicht alles nur Fiktionen?

 

"Für die visuellen Wow-Effekte schließlich sorgt eine exquisit komponierte Bildsprache, die souverän zwischen kunstvollen Totalen und wahnwitzigen Großaufnahmen balanciert. Wie aus einem Füllhorn purzeln Komparsen, bisweilen ein Kuh, in die Bild-Tableaus, um Hinter- und den Vordergrund zu füllen, derweil die Akteure irgendwo dazwischen mit atemberaubender Langsamkeit durch diese phänomenale Polit-Lovestory der poetischen Art führen. Rigorose Filmkunst, so präzise wie ein Schweizer Uhrwerk und so überraschend wie eine Wundertüte: „Clockwork Suprise“!" (Programmkino.de)

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AB 6 JAHREN / 98 MINUTEN

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Montag
30. Januar