Kopfkino - Psychoanalyse und Film

Ungefähr im selben Jahr, als Freud einen ersten Lichtstrahl auf das menschliche Unbewusste warf, wurde auch der Grundstein der Traumfabrik „Kino“ gelegt: In Paris projizieren die Gebrüder Lumiéres erstmalig bewegte Bilder an die Wand und rütteln damit die Seelen der Zuschauer auf. Im Film, wie in der Psychoanalyse, wird das menschliche Dasein in all seiner Komplexität immer wieder neu erfahren und verstanden. 

Hitchcock meinte, er habe alles übers Filmemachen in Babelsberg gelernt. Heute, 100 Jahre später, wollen wir uns in der Reihe „Kopfkino“ im Thalia Kino in Potsdam-Babelsberg, den psychologischen Assoziationen und Prozessen zuwenden, die in Filmen mehr oder weniger bewusst verhandelt werden. Dafür wird an sechs Abenden anhand jeweils eines Films ein psychologisches Thema betrachtet. Neben einem einführenden Kurzvortrag einer Expertin/eines Experten zum Thema, soll im Anschluss an die jeweilige Filmvorführung gemeinsam mit dem Publikum diskutiert werden. 

Die Veranstaltung wird von Prof. Dr. Carina Remmers (Klinische Psychologie und Psychotherapie, Health and Medical University, Potsdam) und der Brandenburgischen Gesellschaft für Psychotherapie, Psychosomatik und Medizinische Psychologie e.V zusammen mit dem Thalia Kino organisiert. 

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Anatomie eines Falls: Die Sprache der Metapher lehrt uns ungemein wichtige Zusammenhänge des Versteh

Referent: Prof. Dr. Michael B. Buchholz, IPU-Berlin

Kurzbeschreibung: Schon der Titel ist, selbst in anderen Sprachen, leicht verwirrend: Ein „Fall“ ist ein Sturz oder Absturz, aber wir verwenden diese Vokabel auch, um Jemanden damit zu bezeichnen; „ein Fall der Sowieso-Störung“ usw. Und was hat das Wort „Anatomie“ hier eigentlich zu suchen? Im Anschluss an den Film sollen solche Fragen geklärt werden; tatsächlich beginnt der Film ja mit einem Sturz…

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