Der Wald in mir: Psychose als Schutz- und Angstraum gleichermaßen

Referentin: Jil Mittag und als Gast Hauptdarstellers Leonard Scheicher

 

Kurzbeschreibung:Im Film „Der Wald in mir“ von Sebastian Fritzsch gerät das Leben des zurückhaltenden Studenten Jan aus den Fugen, als er sich in Alice verliebt. Zusehends gerät er in ein existenzielles Dilemma zwischen Sehnsucht nach Verschmelzung und Selbstverlustangst. Der Wald, als ein mystischer und nur von Tieren und wilder Vegetation bewohnter Ort, dient ihm dabei als Schutzraum. Hier geht er ganz in der Natur und in der Tierwelt auf, Ich-Grenzen verschwimmen. Das zunehmende Eintauchen in eine psychotische Gefühls- und Gedankenwelt bringt jedoch auch den Zerfall haltgebender Realitätsbezüge und Beziehungen und somit eine überwältigende Angst mit sich. Der Film beleuchtet das Dilemma der verzweifelten und vergeblichen Suche nach einem sicheren Ort, der weder außerhalb, noch innerhalb der Psychose zu existieren scheint und wirft somit auch die große Frage nach Art, Ausmaß und Beschaffenheit der so notwendigen Hilfe für Betroffene auf.

 

Dipl.-Psych. Jil Mittag arbeitet als tiefenpsychologisch fundierte Psychotherapeutin und Psychoanalytikerin in eigener Praxis. Im Rahmen der Arbeit auf einer Schwerpunktstation für Erkrankungen aus dem Schizophrenen Formenkreis (KMV Berlin) und ihrer gegenwärtigen Tätigkeit in der Psychose Ambulanz Berlin (Kooperation der IPU und Charité Berlin) hat sie Erfahrungen mit der Entstehung, Funktion und Behandlung von Psychosen sammeln können.

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AB 12 JAHREN / 91 MINUTEN
Filmplakat des Films Der Wald in mir: Psychose als Schutz- und Angstraum gleichermaßen