Vorpremiere: Block 10
(*) Drama, Historienfilm * Deutschland * Regie: Marcus O. Rosenmüller; *
(*) Darsteller: Axel Prahl, Christian Berkel, Bibiana Beglau;
Begrüßung/Moderation: Max-Peter Heyne; nach der Vorführung Filmgespräch mit Regisseur Marcus O. Rosenmüller und PD Dr. Anna-Dorothea Ludewig
Vertretungsprofessorin am Moses Mendelssohn Zentrum für europäisch-jüdische Studien und Religionswissenschaft, Universität Potsdam sowie Dr. Andrea Genest Leiterin Mahn- und Gedenkstätte Ravensbrück in Fürstenberg an d. Havel
Im Konzentrationslager Auschwitz wird Anfang 1943 ein Bereich geschaffen, der innerhalb des Stammlagers eine besondere Stellung einnimmt: Block 10. Hinter seinen Mauern sperrt die SS hunderte jüdische Frauen ein. Sie werden zu Objekten medizinischer Experimente, systematisch misshandelt, verstümmelt und ihrer Zukunft beraubt.
Hier treffen unterschiedliche Schicksale aufeinander: Frauen, die ums Überleben kämpfen, ihre Würde behaupten und einander Halt geben. Ärzte, die im Namen der Ideologie foltern und töten. Und Häftlinge, die gezwungen werden, zwischen Anpassung und Widerstand zu wählen.
Unter ihnen der jüdische Gynäkologe Dr. Maximilian Samuel. Als Häftlingsarzt muss er bei den Eingriffen assistieren. Die SS zwingt ihn zur Mitarbeit, andernfalls droht der Tod seiner Tochter. Sein persönliches Dilemma spiegelt die moralische Grauzone wider, in der sich viele Gefangene bewegen: zwischen Zwang, Schuld und dem verzweifelten Versuch, Leben zu retten.
BLOCK 10 erzählt von einem abgeschlossenen Mikrokosmos des Grauens, und von den Menschen, die darin gefangen sind. Aus der Perspektive der Frauen entsteht ein vielstimmiges Bild von Gewalt, Überleben und der Frage, was Menschlichkeit unter unmenschlichen Bedingungen bedeuten kann.