Exit 8
(*) Horrorfilm, Thriller * Japan * Regie: Genki Kawamura;
(*) Darsteller: Kazunari Ninomiya, Yamato Kochi;
Basierend auf einem viralen Videospiel entfaltet sich ein psychologischer Horror, der die Grenzen zwischen Spiel und Film neu definiert. In den Tiefen einer Tokioter U-Bahn-Station wird ein einfacher Weg zum Albtraum: Kazunari Ninomiya verkörpert einen Mann, gefangen in einer Schleife aus identischen Gängen, fluoreszierendem Licht und einer Regel, die zum Fluch wird. Jede Entscheidung zählt, jede Wiederholung nährt den Zweifel. Genki Kawamura inszeniert diese kafkaeske Situation als minimalistisches Kammerspiel des Schreckens, das mit wenigen Mitteln maximale Beklemmung erzeugt. Die Adaptation des gleichnamigen Escape-Games trifft den Nerv der Zeit und verbindet japanische Horortradition mit dem aktuellen Phänomen des Liminal-Space-Horrors. Was in Cannes für Aufsehen sorgte, entpuppt sich als beklemmende Studie über Isolation und den Kontrollverlust in einer Welt, die ihre eigenen Regeln schreibt.
Auf den ersten (und eigentlich auch zweiten und dritten) Blick bietet sich eine Verfilmung des Computerspiels „Exit 8“ nicht unbedingt an, denn reduzierter kann ein Spiel kaum sein. Doch gerade das simple Konzept, das mit den Mysterien und unterschwelligen Ängsten der gerade so beliebten Liminal Spaces spielt, macht Genki Kawamura filmische Adaption so besonders. (Programmkino.de)