Das Ungesagte

Gesprächsgäste am 09. November nach dem Film: Bernward Dörner (Historiker, Prof. am Zentrum für Antisemitismusforschung der TU Berlin. Autor des Buches: 'Die Deutschen und der Holocaust. Was niemand wissen wollte, aber jeder wissen konnte.‘), Alexandra Senfft (Autorin von »Schweigen tut weh. Eine deutsche Familiengeschichte«, 2. Vorsitzende des Arbeitskreis für Intergenerationelle Folgen des Holocaust, PAKH.de). Vera Kattermann (Psychoanalytikerin, Autorin zahlreicher Werke zum Thema Trauma, NS-Vergangenheit und Transgenerationale Weitergabe von Traumata I Moderation: Daniel Morat (Prof. an der Freien Universität Berlin für Geschichte, Wissenschaftlicher Mitarbeiter des Deutschen Historischen Museums)

 

Die meisten Deutschen, die damals für das NS-Regime waren, haben nach 1945 nie wieder über diese Zeit gesprochen. In fast allen deutschen Familien war das Thema tabu: Das Ungesagte. Der Film wählt einen psychologischen Ansatz, um herauszufinden, was diese Menschen damals genau dachten und fühlten - und wie sie heute ihre Beteiligung bzw. Involviertheit in das NS-Regime beurteilen. Die Aussagen sind schmerzhaft ehrlich, teils verstörend, aber auch berührend, dabei gleichermaßen geprägt von moralischem Zwiespalt, verdrängten Schuldgefühlen, Trauma und Trauer. Zudem erzählen auch jüdische Überlebende, und erhellen die bis heute verbliebenen blinden Flecken in der Perspektive der damaligen Mehrheitsgesellschaft. Die Verbindung beider Perspektiven eröffnet unerwartete, erschütternde Erkenntnisse.

 

Ausgezeichnet mit dem Granit-Hofer Dokumentarfilmpreis bei den internationalen Hofer Filmtagen 2025.

 

Regie: Lothar Herzog, Patricia Hector I Deutschland 2025 I Dokumentarfilm

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AB 12 JAHREN / 143 MINUTEN
Filmplakat des Films Das Ungesagte