| Liebe Kinogäste, spätestens seit Toni Erdmann ist bekannt: Sandra Hüller kann auch Komödie. Und dafür ist es nach dem ganzen Drama mit Anatomie eines Falls und The Zone of Interest auch höchste Zeit. Zwei zu Eins von Natja Brunckhorst (Alles ist bester Ordnung) holt die Heist-Komödie á la Oceans Eleven in die Postwendezeit nach Ostdeutschland. Kurz nach der Wende wurden in einem Bunker in Halberstadt große Mengen DDR-Banknoten eingelagert. Der Schatz wurde entdeckt, heimlich gehoben und auf geschickte Weise in D-Mark umgetauscht. Das Ganze ist lässig erzählt und auch die Liebe kommt nicht zu kurz. Um Hüller herum ein Ensemble mit Max Riemelt, Ronald Zehrfeld, Ursula Werner, Peter Kurth, Olli Dittrich. So lakonisch komisch landet die Hüller gelassen den nächsten Coup. Werden wir wieder ernst. Die Frankfurter Auschwitz-Prozesse gelten als die wichtigste juristische Aufarbeitung der NS-Verbrechen im KZ Auschwitz. Dem Dramatiker Peter Weiss diente der Prozess 1965 als Vorlage für sein monumentales Theaterstück, Regisseur RP Kahl legt nun fast 60 Jahre später eine Kino-Version von Die Ermittlung vor. Und trotz des minimalistischen Settings ist fast alles an diesem Film ausufernd und grenzüberschreitend: die Laufzeit, die Vielzahl an namhaften Darstellern aus TV und Kino sowie, natürlich, das Thema selbst. Die Ermittlung ist ein außergewöhnlicher, provokanter Film, angesiedelt zwischen Gerichts-Drama, Experimentalfilm und Theater. Sowohl zu Zwei zu Eins wie auch zu Die Ermittlung erwarten wir Gäste. Clemens Schick gibt eine Einführung zu Die Ermittlung am Freitag und Regisseurin Natja Brunckhorst und Darsteller Max Riemelt kommen zu Zwei zu Eins am Sonntag. Bei Schon mal im Kino gesehen? geht es weiter mit unserem Herrn-der-Ringe-Marathon am Samstag. Wenn Sie wollen, können Sie sich den ganzen Tag im Kino verkriechen. Außerdem: Kinderwagenkino am Freitag, Omnibus – Kino für alle am Dienstag und KinderFerienKino am Mittwoch. Im Open Air Kinosommer am Waschhaus läuft ebenfalls am Mittwoch Back to Black. Genug geboten für zweimal einmal Kino… |