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Die Vorstellungen heute ›

Unser Programm für die Kinowoche vom 10.09. bis 16.09.

Liebe Kinogäste,

Deutschland verdaut den Pisa-Schock, doch auch in Großbritannien stand es um die Schulbildung schon einmal besser. In der Komödie Bad Apples von Jonathan Etzler spielt Saoirse Ronan eine überforderte Lehrerin, die aus Verzweiflung ihren schlimmsten Schüler Danny im Keller einsperrt. Überraschenderweise scheint niemand Danny zu vermissen. Eine böse und zynische Komödie, die einige Kontroversen ausgelöst hat.

Ein Aussteigerfilm ohne Aussteigerromantik: Sophie Deraspe erzählt in Hirten von einem Werbetexter aus Montréal, der nach einem Zusammenbruch nach Frankreich in die Provence zieht und dort Schäfer werden will. Der Film ist in oft herrlichen Bildern aus den südfranzösischen Bergen gefilmt und wird mit trockenem Humor erzählt. Gleichzeitig bietet er einen realistischen Blick auf eine Arbeit, die mit Naturidylle nur am Rande und viel mit aktuellen Veränderungen und Verwerfungen zu tun hat.

Besonders linke Theatergruppen meinen es oft gut, verstricken sich dabei aber oft in den Abgründen politischer Korrektheit und dem Versuch, „woke“ und progressiv zu sein. Aus diesem Gedanken entwickelt Cornelius Schwalm seinen zweiten Spielfilm Bernd – Operation Germanenkind, eine Fortsetzung im Geist seines ersten Films Hotel Auschwitz. Ähnlich wie der Vorgänger kreist der Film auf lustvoll verspielte Weise um sein Thema. Wir freuen uns am Samstag auf den Besuch von Regisseur Cornelius Schwalm.

Für viele Menschen ist die Flucht über das Mittelmeer die letzte Hoffnung – und zugleich die gefährlichste Fluchtroute der Welt. Da immer häufiger auch Frauen und Kinder diesen Weg auf sich nehmen, gehört inzwischen eine Hebamme zur festen Besatzung eines Seenotrettungsschiffs. Where the Waves Took Her begleitet die Hebamme Anne-Katrin bei ihrem ersten Einsatz, porträtiert ein starkes weibliches Team an Bord und gibt den geflüchteten Frauen den Raum, ihre Geschichten selbst zu erzählen.

Wir freuen uns auf viele tolle Filme beim Queerfilmfestival und bei filmPOLSKA. Am Samstag und Sonntag gibt es beim Kinofest alle Filme im regulären Programm (keine Festivals) für fünf Euro.

Komm, wir gehen ins Kino!

filmPOLSKA: Chopin. Eine Sonate in Paris

Am 11. September um 20 Uhr (im Original mit Untertiteln) 

Zu Gast: Regisseur Michal Kwiecinski

Paris in den Dreißigerjahren des 19. Jahrhunderts. Fryderyk bzw. Frédéric Chopin spielt im Salon Pleyel vor der gehobenen Gesellschaft und gibt pausenlos Klavierstunden, um seinen Lebensunterhalt zu verdienen. Die adeligen Damen himmeln ihn an, selbst der König gehört zu seinen Bewunderern. Aber richtig wohl fühlt sich der Pole nur in seinem engsten Freundeskreis, in dem er regelrecht aufblüht. Wie der polnische Originaltitel „Chopin, Chopin!" andeutet, geht es in dem opulenten Ausstattungsfilm um zwei Seiten einer historischen Person – die gefeierte öffentliche und im Kontrast dazu die private, deren Liebesbeziehungen scheitern, die vom Verlust der Heimat geplagt ist und deren tödliche Krankheit sich wie ein Schatten über das rauschhafte Leben in den Salons Europas legt.

Bernd - Operation Germanenkind

Am 12. September um 20 Uhr 

Zu Gast: Regisseur Cornelius Schwalm

Ein Darsteller mit Behinderung und rechten Tendenzen sprengt das Weltbild eines linken Künstlerkollektivs. Bernd ist vulgär, rassistisch, sexistisch. Doch je brutaler seine Provokationen werden, desto hemmungsloser entlarvt sich die Gruppe selbst. Was als moralische Überlegenheit beginnt, endet in Erniedrigung, Gewalt und kollektiver Entmenschlichung.

Los geht´s Maxi: Wir hören im Kino genau hin

Am 13. September um 10:30 Uhr 

Jetzt wird es richtig aufmerksam: Maxi nimmt dich mit auf eine Klangreise ins Kino. Gemeinsam entdecken wir, wie wichtig Geräusche, Stimmen und Musik für Filme sind. Wie klingt ein leiser Moment? Warum macht Musik spannend? Und was passiert, wenn man im Kino ganz genau zuhört? Mit besonderen Kurzfilmen von internationalen Festivals zeigt Maxi, wie Ton und Bild zusammen Geschichten erzählen. Ein Kinoabenteuer für alle Sinne – und für ganz feine Ohren. 

Adams Acht

Vorpremiere am 13. September um 15:00 Uhr 

Nach einer wahren Geschichte: Ratzeburg, Ende der 50er Jahre. Eine Kleinstadt an der Grenze zur DDR. Hier unterrichtet der Lehrer Karl Adam und trifft auf eine vaterlose Generation junger Männer und Außenseiter, die nicht wissen, wohin mit ihrer Wut. Doch Adam sieht etwas in ihnen, das sonst niemand sieht. Er setzt sie in einen Ruder-Achter und gibt ihnen mehr als ein Ventil – er gibt ihnen eine Perspektive...

 

Horror im Thalia: Exit 8 

Am 13. September um 21:15 Uhr und am 15. September um 20:30 Uhr 

Basierend auf einem viralen Videospiel entfaltet sich ein psychologischer Horror, der die Grenzen zwischen Spiel und Film neu definiert. In den Tiefen einer Tokioter U-Bahn-Station wird ein einfacher Weg zum Albtraum: Kazunari Ninomiya verkörpert einen Mann, gefangen in einer Schleife aus identischen Gängen, fluoreszierendem Licht und einer Regel, die zum Fluch wird. Jede Entscheidung zählt, jede Wiederholung nährt den Zweifel. Genki Kawamura inszeniert diese kafkaeske Situation als minimalistisches Kammerspiel des Schreckens, das mit wenigen Mitteln maximale Beklemmung erzeugt.

Queerfilmabend: The Beauty of Ballroom

Am 14. September um 20:30 Uhr 

Von den Subkulturen amerikanischer Großstädte schwappte die Ballroom-Szene auch nach Asien über, wo in streng konservativen Gesellschaften Schutzräume entstanden, in denen auch die drei Protagonisten von „The Beauty of Ballroom“ ihrer Leidenschaft nachgehen. Chan Sze-Wei dokumentiert diese Szene in mitreißenden Bildern und gibt Einblicke in eine Welt, die zunehmend Mainstream wird.

Unsere Festivals 

Neu im Thalia

Hirten 

Bad Apples

Bernd - Operation Germanenkind

Where the Waves Took Her 

FamilienKinoZeit

Arnie & Barney - Retten das Wasser

Weiterhin im Thalia

Staatsschutz

Vaterland

Hiddensee

Spaziergang nach Syrakus

Der Heimatlose

Die Odyssee

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Thalia Filmtheater Betriebs GmbH
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