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Liebe Kinogäste,

nun sind unsere Leinwände wieder dunkel, die Säle verwaist und still. Das Thalia ist auf Anordnung der Behörden im Rahmen der bundesweiten Maßnahmen gegen das Corona-Virus geschlossen.

Viele von Ihnen hatten das letzte Wochenende noch einmal genutzt, um ein paar schöne Stunden im Thalia zu erleben. Es war unser besucherstärkstes Wochenende seit der Wiedereröffnung im Juli. Vielen Dank für Ihr Vertrauen. Sie haben uns und allen gezeigt: Kino geht mit Abstand und Rücksicht und einer guten Lüftung auch in Corona-Zeiten.

Sie haben uns Mut gemacht daran zu glauben, dass die Menschen das Kino nicht vergessen haben und nicht vergessen werden.

Wir hoffen auf eine Wiedereröffnung im Dezember und auch die von der Bundesregierung in Aussicht gestellten Hilfen wirken auf den ersten Blick angemessen.

Wundern muss man sich aber über den Stellenwert, den Kultur in der Politik offenbar hat. Shopping Mall ja, Kino nein. Kinoveranstaltungen waren aufgrund der Abstandsregelungen wahrlich keine Massenveranstaltungen und unsere Hygiene- und Lüftungskonzepte waren durch wissenschaftliche Studien abgesichert. Es hilft nichts. Vor den Konsumtempeln dürfen sich lange Schlangen bilden, Kinos bleiben dunkel.

Trübe stimmt uns die Aussicht auf die Zukunft. Geht das jetzt so weiter? Im Dezember wieder auf, im Januar wieder zu? Kinos machen in den Monaten von Oktober bis März das meiste Geschäft. Hier wird wertvoller Speck angesammelt, der uns durch die meist recht kargen Sommermonate bringt. Wir können diese Zeit weder auf- noch nachholen. Einen dritten und vierten Lockdown werden wir trotz Hilfen daher wohl kaum überleben.

Denn es geht dabei nicht nur um Kinos, sondern auch um Verleihfirmen und schließlich auch um die Filmemacher selbst. Ein Filmstart muss wochenlang vorbereitet werden und braucht Planungssicherheit. Wir können nicht immer wieder spontan auf- und zuschließen. Hier zeigt die Politik keinerlei Kenntnis und Verständnis für die Eigenheiten unserer Branche.

Bitte verstehen Sie uns nicht falsch. Wir wollen uns nicht notwendigen Maßnahmen verschließen. Auch für uns geht Sicherheit und Gesundheit vor. Das Wohl unserer Gäste liegt uns am Herzen.

Wir sagen aber auch: Kino ist ein Ort, der Mut macht und von den Sorgen des Alltags ablenken kann. Kino ist ein Ort der politischen und gesellschaftlichen Diskussion. Wir tragen zur Meinungsbildung bei. Stirbt das Kino, wird etwas fehlen.

Es geht nicht nur um das Geld, es geht darum, was wichtig ist in unserer Gesellschaft. Shoppen oder Kultur? Auch Kultur ist ein Lebensmittel.

Gerade in Zeiten wie diesen könnte Kultur einen wertvollen Beitrag leisten. Ohne Kultur wird’s still.

In diesem Sinne hoffen wir auf ein baldiges Wiedersehen!

 

Ihr Thalia-Team

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Thalia Filmtheater Betriebs GmbH, Rudolf Breitscheid Str.50, 14482 Potsdam - Babelsberg, Handelsregister Potsdam HRB 11634
Geschäftsführer: Thomas Bastian

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