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Unser Programm für die Kinowoche vom 27.08. bis 02.09.

Liebe Kinogäste,

was ist Heimat, was ist Fremde? Diese Fragen stehen im Mittelpunkt der neuen Filme unserer Kinowoche.

Gleich mit seinem ersten Spielfilm, Der Heimatlose, wurde Kai Stänicke zur Berlinale eingeladen. Dort wurde das allegorische Drama als Eröffnungsfilm der Sektion Perspectives gezeigt – und das zu Recht. Denn Stänicke ist ein bemerkenswerter Film gelungen, der mit einfachen Mitteln entstand und zeigt, wie sehr es beim Filmemachen auf Ideen ankommt: auf den Mut, seiner Vision zu folgen und ihr zu vertrauen. Ein Mann kehrt in seine Heimat zurück: Per Boot lässt sich Hein (Paul Boche), Anfang 30, von einem Schiffer auf die Insel bringen, die er vor 14 Jahren verlassen hat. Warum? Das ist das Rätsel, das die Handlung antreibt, das über den seltsamen Ereignissen schwebt...

Mit seinem Debütfilm Futur Drei hatte der iranischstämmige deutsche Regisseur Faraz Shariat vor einigen Jahren großen Erfolg. Für seinen Nachfolger Staatsschutz verfilmt er nun ein Drehbuch, das die deutsche Autorin Claudia Schäfer gemeinsam mit den koreanisch-deutschen Aktivistinnen Sun-Ju Choi und Jee-Un Kim geschrieben hat. Beide engagieren sich in Initiativen gegen Rassismus. Die Filmemacher:innen schöpfen aus eigener Erfahrung und verarbeiten in Staatsschutz auch ihre Wut über ein System, dem oft vorgeworfen wird, auf dem rechten Auge blind zu sein. Auf der Berlinale wurde der Film gefeiert und mit dem Panorama Publikumspreis ausgezeichnet.

Regisseur Klaus Martens porträtiert in Schwarzers Kosmos einen Mann, der als künstlerischer Vordenker und Chronist der geschichtlichen Umwälzungen in Deutschland und Europa gilt. Charakteristisch für den seit jeher politischen Maler sind das prägnante Spiel von Licht und Schatten, eine hohe Leuchtkraft und bewusste Kontraste bei der Farbwahl. Die Doku präsentiert die wichtigsten Werke und den Schaffensprozess des gebürtigen Weimarers. Zugleich spart der Film Schwarzers exzentrisches und streitbares Wesen nicht aus und thematisiert dessen existenzielle Krisen. Die Themen Menschenrechte, Frieden, Freiheit sowie Teilung und Wiedervereinigung durchziehen das gesamte Schaffen des 72-Jährigen. Seine bekanntesten Arbeiten sind die „Mauerbilder“ und der Zyklus „Europawerk“, bestehend aus Hunderten von Bildern, Plastiken und Installationen.

Unsere neuen Titel zeigen ästhetische Vielfalt und Spannung – und bieten viel Stoff zum Nachdenken und zu angeregten Diskussionen.

Wir freuen uns auf Ihren Besuch.

Vaterland 

Am 29. August um 19 Uhr 

Zu Gast: Drehbuchautor Henk Handloegten

Nach dem Oscar-prämierten IDA und dem vielfach ausgezeichneten Drama COLD WAR – DER BREITENGRAD DER LIEBE (Beste Regie in Cannes, fünf Europäische Filmpreise, darunter für den Besten Film) erzählt Pawel Pawlikowski in überragenden Kinobildern eine große deutsche Familiengeschichte im Tumult der Nachkriegszeit. Mit zarter Unerbittlichkeit überblendet VATERLAND den Nullpunkt der deutschen Geschichte mit dem Finale einer Familiensaga. Eine intensive filmische Erfahrung, getragen von einem überragenden Ensemble.

Strange River

Am 30. August um 18 Uhr 

Zu Gast: Regisseur Jaume Claret Muxart und Darsteller Francesco Wenz 

Sommerferien am Donauufer, eine katalanische Familie radelt den Fluss entlang. Während seine Eltern in Erinnerungen an ihre Jugend schwelgen und seine jüngeren Brüder seine Nähe suchen, ist der sechzehnjährige Dídac lieber allein und still. Sein Herz schmerzt einer unerwiderten Liebe nach. Doch plötzlich sieht er an jedem Stopp der Reise denselben rätselhaften Jungen, im Wasser und an Land, in der Ferne und ganz nah. Und jedes Mal zieht es Dídac etwas mehr in den Bann des Fremden hinein.

Where the Waves Took Her

Am 02. Septemeber um 18:30 Uhr 

Kinotour mit Gästen 

Die Flucht über das Mittelmeer nach Europa ist für viele Menschen oft die letzte Hoffnung, Krieg, Verfolgung und Hunger zu entkommen. Da zunehmend auch Frauen und Kinder gezwungen sind, eine der gefährlichsten Fluchtrouten der Welt anzutreten, gehört eine Hebamme mittlerweile zur festen Besatzung eines Seenotrettungsschiffes. Der Film begleitet die erste Rettungsmission der Berliner Hebamme Anne-Katrin. Ihre Reise wird parallel zur Fluchtgeschichte der Frauen erzählt. Während wir mit Anne-Katrin das starke, weibliche Versorgungsteam an Bord kennenlernen und mit ihnen auf den Ernstfall vorbereitet werden, erzählen die geflüchteten Frauen auf einer besonders gestalteten visuellen Ebene aus Langzeitbelichtungen und in einem mit Wasser gefüllten Studio über das Leid, was die Flucht nach Europa für sie mit sich gebracht hat.

Muscheln am Strand von Gaza - Lesung & Gespräch

Am 11. September um 18 Uhr 

Lesung und Gespräch mit Hamza Abu Howidy

Hamza Abu Howidy erzählt uns vom Aufwachsen im Gaza der 2000er Jahre, von seiner Familie, besonders seinem Vater, der ihm beim Muschelsammeln die großen Lektionen des Lebens beigebracht hat, aber auch von den blutigen Kämpfen zwischen Fatah und Hamas, direkt vor seiner Haustür, und wie sehr das Leben in Gaza von Terror geprägt war. Jahre später protestiert er gegen die Hamas und wird festgenommen, gefoltert und muss fliehen. Heute zählt er zu den wichtigsten politischen Stimmen aus der palästinensischen Exilgemeinde, dabei lässt er sich weder von pro-israelischer noch pro-palästinensischer Seite vereinnahmen. 

Neu im Thalia

Schwarzers Kosmos

Staatsschutz

Der Heimatlose

FamilienKinoZeit

Toy Story 5

Marsupilami

Minions & Monster

Weiterhin im Thalia

Spaziergang nach Syrakus

Steckerlfischfiasko

Die Odyssee

Hiddensee

A Sad and Beautiful World

Der Klang der Stradivari

Im Spiegel meiner Mutter

Obsession - Du sollst mich lieben

The Invite

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