| | | | | Die Vorstellungen heute › Unser Programm für die Kinowoche vom 06.11. bis 12.11. | | | | | Liebe Kinogäste, Anke Engelke macht traditionell jeden Film sehenswert – selbst schwächere Stoffe trägt sie mit ihrer leinwandpräsenten Ausstrahlung und jener Stimme, die viele aus The Simpsons kennen. In Dann passiert das Leben stimmt auch die Geschichte: Eine Ehe, in der Routine und Schweigen an die Stelle von Liebe und Leidenschaft getreten sind, wird nach einem dramatischen Unfall auf eine harte Probe gestellt. Ein intensives Drama über existenzielle Fragen – mit feinsinniger Komik, die bisweilen an Loriot erinnert. Engelke beherrscht dieses Wechselspiel in souveräner Perfektion. Emotionen wie raschelndes Herbstlaub: ein wunderbar vielschichtiger Herbstfilm! In seiner polnischen Heimat wurde Jan Komasa mit dem religionskritischen Drama Corpus Christi bekannt. Auch in The Change blickt er kritisch auf blinden Glauben und gesellschaftliche Verführbarkeit. Anhand einer Familie erzählt er von einer Bewegung in den USA, die unweigerlich an Trumps MAGA-Kult erinnert – ein spannender, beklemmend aktueller Film über Manipulation, Ideologie und Verantwortung. Preisgekrönt und auf eigenwillige Weise faszinierend ist The Secret Agent – ein während der brasilianischen Militärdiktatur spielender Mix aus Politthriller und Gesellschaftsdrama. Der Film erzählt eindringlich von Repression, Korruption, Erinnerung und Vergessen. Im Zentrum: Charakterdarsteller Wagner Moura, der für seine eindrucksvolle Performance in Cannes als bester Hauptdarsteller ausgezeichnet wurde. Um einen Film im Film geht es in Mehmet Akif Büyükatalays Hysteria: ein doppelbödiger, provokanter Verschwörungsthriller voller unerwarteter Wendungen – und eine präzise Reflexion über die Macht der Bilder, über Wahrnehmung, Projektion und gesellschaftliche Hysterie. So unterschiedlich die Filme der kommenden Woche auch sein mögen – sie alle erzählen von Brüchen und Veränderungen. Ob in privaten Krisen, politischen Konflikten oder künstlerischen Reflexionen: Immer geht es um Verantwortung – für das eigene Handeln, für andere und für das, was bleibt. Wir freuen uns auf Ihren Besuch! | | | | Thalia ist bestes Kinder- und Jugendkino Deutschlands | | | | Unsere beiden Geschäftsführerinnen Daniela Zuklic und Christiane Niewald zusammen mit Kulturstaatsminister Wolfram Weimer. Copyright: Schauburg Karlsruhe | | | Große Freude im Thalia: Bei der diesjährigen Verleihung der Kinoprogrammpreise des Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien (BKM), Wolfram Weimer, wurde das Thalia als bestes Kinder- und Jugendkino Deutschlands 2025 ausgezeichnet. Die feierliche Preisverleihung fand am vergangenen Donnerstag in Karlsruhe statt. Aus der Laudatio: "Das diesjährige Preisträgerkino nimmt Kinder und Jugendliche ernst. Es ist ein Ort zum Lachen, zum Träumen, zum Staunen, zum Entdecken – und zum Nachdenken. Ein Ort des Austauschs, der Beteiligung, ein Ort, an dem Medien- und Demokratiebildung ganz selbstverständlich mitgedacht werden. Ein Ort, an den Kinder und Jugendliche gerne wiederkommen." | | | | | | Am 09. November um 18 Uhr Zu Gast: Bernward Dörner (Historiker, Prof. am Zentrum für Antisemitismusforschung der TU Berlin. Autor des Buches: 'Die Deutschen und der Holocaust. Was niemand wissen wollte, aber jeder wissen konnte.‘), Alexandra Senfft (Autorin von »Schweigen tut weh. Eine deutsche Familiengeschichte«, 2. Vorsitzende des Arbeitskreis für Intergenerationelle Folgen des Holocaust, PAKH.de). Vera Kattermann (Psychoanalytikerin, Autorin zahlreicher Werke zum Thema Trauma, NS-Vergangenheit und Transgenerationale Weitergabe von Traumata I Moderation: Daniel Morat (Prof. an der Freien Universität Berlin für Geschichte, Wissenschaftlicher Mitarbeiter des Deutschen Historischen Museums) Die meisten Deutschen, die damals für das NS-Regime waren, haben nach 1945 nie wieder über diese Zeit gesprochen. In fast allen deutschen Familien war das Thema tabu: Das Ungesagte. Der Film wählt einen psychologischen Ansatz, um herauszufinden, was diese Menschen damals genau dachten und fühlten - und wie sie heute ihre Beteiligung bzw. Involviertheit in das NS-Regime beurteilen. | | | | | | Am 10. November um 18:45 Uhr Zu Gast: Regisseur Anatol Schuster MANJA (17) wohnt in einer Hochhaussiedlung am Rande der Stadt. Als ihr im Wald die Rebellin LOUK (17) auf der Flucht vor Jägern in die Arme stürzt, ist dies der Beginn einer ersten großen Liebe. Keine Lügen, keine Spuren, keine Angst - das ist Louks Credo. Und Manja folgt ihr in stiller Hingabe. LUFT ist ein filmisches Gedicht auf die Freiheit der Liebe und die Reinheit des Herzens. | | | | | | Am 12. November um 17:30 Uhr Zu Gast: Regisseur Ameer Fakher Eldin und Darstellerin Hanna Schygulla Munir (Georges Khabbaz) zieht sich auf eine abgelegene Insel zurück, um eine bedeutende Entscheidung zu treffen. In der ruhigen Abgeschiedenheit seines neuen Zufluchtsortes begegnet er der rätselhaften Valeska (Hanna Schygulla) und ihrem rauen, aber treuen Sohn Karl. Obwohl nur wenige Worte gewechselt werden, beginnen einfache Gesten der Freundlichkeit, das anfängliche Misstrauen zu überwinden. Stück für Stück merkt Munir, wie sich etwas in ihm verändert, ohne zu wissen, wohin ihn diese Begegnung führen wird. | | | | Dann passiert das Leben | Hysteria | | | | The Change | The Secret Agent | | | | Mission: Mäusejagd – Chaos unterm Weihnachtsbaum | | | | Pumuckl und das große Missverständnis | Schule der magischen Tiere 4, Die | | | | Dalia und das rote Buch | | | | After the Hunt | Amrum | | | | Bugonia | Das Verschwinden des Josef Mengele | | | | Franz K. | Memory Hotel | | | | Springsteen: Deliver Me from Nowhere | Stiller | | | | |