Goodbye Julia
Khartoum, August 2005: In der angespannten Stimmung zwischen Süd- und Nordsudanes*innen erschießt Monas Mann Akram einen südsudanesischen Familienvater. Mona fühlt sich mitschuldig und nimmt die junge Witwe und ihren kleinen Sohn Danny bei sich auf, ohne dass diese wissen, dass sie im Hause des Mörders leben. Die aus armen Verhältnissen stammende Julia soll sich als gutbezahlte Putzkraft eine Zukunft aufbauen können und Mona darüber hinaus Gesellschaft leisten, Danny eine gute Schule besuchen. Denn die verheiratete, aber kinderlose Mona, ehemals eine bekannte Sängerin, lebt nun das einsame Leben einer gutsituierten, nordsudanesischen Muslimin. Über Jahre hinweg wächst zwischen Julia und Mona eine freundschaftliche Vertrautheit. Doch Sohn Danny schöpft Verdacht und deckt die Unwahrheiten auf. Julia muss zunächst das Haus von Mona und Akram, und später im Zuge der Unabhängigkeit des Südsudans, das Land verlassen. Auch Mona wird, nach dem Bekenntnis, fortan nicht mehr nur Hausfrau, sondern wieder Sängerin sein zu wollen, von ihrem Mann des Hauses verwiesen.