Salzburger Festspiele live im Kino

Zum 100. Geburtstag der Festspiele gibt es erstmals überhaupt eine Kinoreihe, in der zehn Sternstunden der Salzburger Festspiele in zahlreichen Kinos in Österreich, Deutschland und der Schweiz präsentiert werden.

„Wir haben diese Kinoreihe letztes Jahr entwickelt, um der Pandemie zu trotzen. Aber auch jetzt wollen wir auf „Salzburg im Kino“ nicht mehr verzichten“, freut sich Präsidentin Helga Rabl-Stadler im Juli 2021, nachdem die Kinos kurz nach Beginn der Reihe über Monate hinweg geschlossen waren: „Wir freuen uns deshalb umso mehr, dass wir dieses besondere Jubiläum gemeinsam auf der großen Leinwand feiern dürfen!"

Salzburg im Kino‘ bietet einem breiten Publikum die Möglichkeit, weltbekannte Opern-Inszenierungen aus faszinierender Nähe und in bestmöglicher Qualität zu erleben. Begleitet von einem exklusivem Rahmenprogramm bietet sich jeder/jedem die Gelegenheit an den weltberühmten Festspielen teilzuhaben und in die Opernwelt einzutauchen!

Den Wiedereinstieg macht am 24./25. Juli 2021 die hochumjubelte „COSÍ FAN TUTTE“ aus dem Jubiläumsjahr 2020. Des Weiteren werden populäre Inszenierungen wie die als Opernproduktion des Jahres ausgezeichnete „SALOME“ (2018) mit Asmik Grigorian, „LE NOZZE DI FIGARO“ (anlässlich Anna Netrebkos 50. Geburtstag) und die einzige Beethoven-Oper „FIDELIO“ von 2015 (mit Jonas Kaufmann) im Kino zu sehen sein. Den Abschluss bildet an Weihnachten die weltbekannte „ZAUBERFLÖTE“ (mit Klaus Maria Brandauer) aus dem Jahr 2018.

GENIESSEN SIE DIE SALZBURGER FESTSPIELE – IN IHREM KINO!

AIDA

Am 21.08. um 16:00 Uhr

Mit: Anna Netrebko, Francesco Meli, Roberto Tagliavini, Ekaterina Semenchuk
Regie: Shirin Neshat
Musikalische Leitung: Riccardo Muti, Wiener Philharmoniker

Viel Aufregung gab es im Vorfeld der Salzburger „Aida“ von 2017 um das gewagte Operndebüt der der iranischen Fotografin, Video-Künstlerin und Filmregisseurin Shirin Neshat, die im New Yorker Exil lebt. Sie verweigerte dem Salzburger Publikum konsequent jeden Orientkitsch und spielte mit diversen Bezügen auf die aktuelle Flüchtlingskrise an. Neshat machte aus ihrer "Aida" mehr als ein simples Eifersuchtsdrama. Sie machte es zum Antikriegsstück und vielmehr zu einer Mahnung zu Pazifismus und Humanismus.

Dass sich diese „umjubelte Salzburger Aida musikalisch nicht überbieten lässt“ (Concerti), lag einerseits am russischen Top-Star Anna Netrebko, die mit der extrem anspruchsvollen Rolle der versklavten Königstochter, die am Ende den Opfer- und Liebestod stirbt, ihr Rollendebüt gab; andererseits an den farbenprächtig spielenden Wiener Philharmonikern unter dem Dirigat des Verdi- und Salzburg-Kenners Riccardo Muti, der diesen Sommer seinen 80.
Geburtstag feiert.

SALOME

Am 04.09. um 16:00 Uhr

Mit: Asmik Grigorian, Gábor Bretz, John Daszak
Regie: Romeo Castellucci
Musikalische Leitung: Franz Welser-Möst, Wiener Philharmoniker

Aufführung des Jahres, beste Regie, bestes Bühnenbild, beste Sängerin, – die Kritiken überschlugen sich vor Begeisterung für die Inszenierung von Richard Strauss’ „Salome“ aus dem Jahr 2018. Dass das Publikum einen „Orkan der Sinne“ (SPIEGEL) erleben durfte, lag vor allem am italienischen Regisseur und „Enfant terrible“ Romeo Castellucci, der diese revolutionäre Oper von 1905 nur so vor Schrecken, Lust und Rausch strotzen lässt. Gleichzeitig brauchte es aber auch eine Sängerin wie Asmik Gregorian als Titelheldin, die sich in genau jener rasanten, 100-minütigen Festspielnacht zum neuen Sopranstar katapultierte. Die Entdeckung des Opernjahres 2018 - oder - wie der SPIEGEL schrieb - eine „Festivalsensation“!

LE NOZZE DE FIGARO

Am 18.09. um 16:00 Uhr

Mit: Bo Skovhus, Anna Netrebko, Ildebrando D'Arcangelo, Dorothea Röschmann, Christine Schäfer, Franz- Josef Selig
Regie: Claus Guth
Musikalische Leitung: Nikolaus Harnoncourt, Wiener Philharmoniker

Figaro, der Diener und Friseur des Grafen, liebt Susanna. Auch der Graf begehrt Susanna, aber das darf seine Ehefrau nicht wissen. Marcellina, bei der Figaro Schulden hat, will die Hochzeit platzen lassen und ihn glatt selbst heiraten. Und der Page Cherubino schwärmt einfach gleich für alle Frauen. Wer liebt jetzt wen? Und warum die ganze Verwirrung? Mozarts „Le Nozze de Figaro“ ist dahingehend wahrscheinlich eine der vertracktesten Opern. Klarheit bringt die Bildregie von Brian Large, „der weltweit führende Großmeister des Musik- und Opernfilms“ (Klassikakzente). Den Klassenkampf auf der Bühne befeuert der legendäre Nikolaus Harnoncourts aus dem Orchestergraben, der „[...] in der ersten echten Salzburger Premiere [...] eine Revolution aus dem Orchestergraben anzettelt“ (FAZ). Auf der Bühne brillieren Anna Netrebko und Mozart-Bariton Ildebrando d’Arcangelo als heimliches Traumpaar der Opernwelt. Anlässlich Mozarts Geburtstag am 27. Januar erstmals in Ihrem Kino!

 

DON CARLO

Am 16.10. um 16:00 Uhr

Mit: Jonas Kaufmann, Thomas Hampson, Anja Harteros
Regie: Peter Stein
Musikalische Leitung: Antonio Pappano, Wiener Philharmoniker

Der „Don Carlo“ über die intriganten Machtspielchen am spanischen Hof im Jahr 1560 ist Verdis Grand opéra schlechthin – und wohl auch einer der größten und umjubelsten Festspieltriumphe von Regie-Legende Peter Stein im Verdi-Jahr 2013, der nach diesem Erfolg auch an der Mailänder Scala aufgeführt wurde. Wie könnte auch anders sein können mit dieser „Elite-Besetzung, vielleicht die beste […] für diese kräftezehrende Überwältigungsoper: Kaufmann, Harteros, Hampson, Salminen“ (FAZ). Ein absolutes Muss für jeden Opernkenner – auch abseites der italienischen Oper!

 

LA BOHÈME

Am 30.10. um 16:00 Uhr

Mit: Anna Netrebko, Piotr Beczała, Nino Machaidze, Massimo Cavalletti, Carlo Colombara
Regie: Damiano Michieletto
Musikalische Leitung: Daniele Gatti, Wiener Philharmoniker

Man mag es kaum glauben, aber in der 100-jährigen Geschichte der Salzburger Festspiele ist ausgerechnet Puccinis populärste (und herzzerreißendeste) Oper noch nie aufgeführt worden. Mit „La Bohème“ brach der damalige Intendant Alexander Pereira (2012-2014) den Puccini-Bann, und das gleich mit einer „Galabesetzung“ (FAZ). Selten sah man jemanden so schön in der Oper sterben wie Anna Netrebko als Künstlermuse Mimi, selten hielt jemand so hingebungsvoll ihre Hand dabei wie der polnische Tenor Piotr Beczala. Die SZ schrieb: „Ein Novum in der Festspielgeschichte!“

 

FIDELIO

Am 27.11. um 16:00 Uhr

Mit: Jonas Kaufmann, Adrianne Pieczonka, Tomasz Konieczny, Hans- Peter König
Regie: Claus Guth
Musikalische Leitung: Franz Welser-Möst, Wiener Philharmoniker

„Fidelio“ blieb Beethovens einzige Oper – und ist als strahlendes Bekenntnis an die Freiheit und die Liebe aktueller denn je. Tiefemotional ist auch die Inszenierung der Salzburger Festspiele aus dem Jahr 2015 von Regisseur Claus Guth, die „alles auf den Kopf zu stellen scheint“ (Donaukurier), was man bislang über Beethovens „Fidelio“ wusste. Gemeinsam mit den Wiener Philharmonikern (mit Franz Welser-Möst am Pult, dessen Beethoven-Interpretationen musikalische Maßstäbe gesetzt haben) und nicht zuletzt Star-Tenor Jonas Kaufmann, dessen strahlender Florestan einen ins Mark trifft, rundet diese Oper das Beethoven-Jahr 2020 ab.

 

DIE ZAUBERFLÖTE

Am 18.12. um 16:00 Uhr

Mit: Matthias Goerne, Klaus Maria Brandauer, Albina Shagimuratova
Regie: Lydia Steier
Musikalische Leitung: Constantinos Carydis, Wiener Philharmoniker

„Die Zauberflöte» gehört zum kostbarsten salzburgischen Tafelsilber“, schreibt die Neue Züricher Zeitung. Die amerikanische Opernregisseurin Lydia Steier nahm diese Herausforderung an und brachte bei den Festspielen 2018 den Zauber zurück in eine der meistgespieltesten und gleichzeitig ver-spieltesten Opern der Welt. Opulent, bildgewaltig und märchenhaft ist Steiers durchinszenierirtes „Augentheater im Zirkusambiente“ (Stuttgarter Nachrichten). Und mittendrin in der quirligen Szenerie: Klaus Maria Brandauer als liebenswürdiger Märchenerzähler und Großvater. Mit ihrer verspielten Musik und den märchenhaften Motiven ist diese „Zauberflöte“ für jeden von Klein bis Groß der perfekte Einstieg in die Welt der Klassik.