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Vorschau – demnächst im Thalia

(geplante Termine, ohne Gewähr)

Die andere Seite der Hoffnung

Ab 30. März

DIE ANDERE SEITE DER HOFFNUNG erzählt davon, dass jeder Melancholie ein fast rebellischer Zug der Hoffnung innewohnt. Und zeigt das Leben als Wechselspiel von ständiger Sehnsucht und schwankender Hoffnung, von fast märchenhafter Menschlichkeit und kaltem Realismus. Aki Kaurismäkis Filme sind bekannt für ihren lakonischen, skurrilen und minimalistischen Stil. Seine Helden waren immer die "kleinen Leute": Außenseiter, Arbeiter und Arbeitslose – die Verlierer der Gesellschaft. Seit LE HAVRE hat Kaurismäki den Kosmos seiner filmischen „Underdogs“ um eine globale Komponente erweitert. Um diejenigen, die auf der Flucht sind und jetzt in der sozialen Hierarchie ganz unten stehen.

Aki Kaurismäki wurde auf den 67. Internationalen Filmfestspielen Berlin mit dem Silbernen Bär für die Beste Regie ausgezeichnet!

A United Kingdom

Ab 30. März

Mit ihrem herausragenden romantischen Drama erzählt Regisseurin Amma Asante engagiert die wahre, kaum bekannte Geschichte von Prinz Seretse Khama, dem späteren Präsidenten von Botswana, und Ruth Williams, einer weißen Britin. Ihre Liebe trotzt in Zeiten rassistischer Apartheidpolitik dem kolonialistischen britischen Empire und schafft ein Klima der Toleranz. Mit seiner gemeinsamen Kraft schreibt das sympathische, bescheidene Paar selbst Geschichte. In jeder einzelnen Szene dieses überwältigenden historischen Gefühlskinos herrscht eine berührende Spannung, exzellent getragen von den beiden Hauptdarstellern David Oyelowo („Selma“) und Rosemund Pike („Gone Girl“).

The Boss Baby

Ab 06. April

Von wegen Sonnenschein! Der Star des neuen Dreamworks-Animationsfilms „The Boss Baby“ macht seinen Eltern unmissverständlich klar, wer Zuhause das Sagen hat. Dazu trägt der ziemlich von sich überzeugte Nachwuchs Anzug und Krawatte. Und als wäre das nicht bereits schräg genug, ähnelt seine Stimme der von Alec Baldwin. Basierend auf dem erfolgreichen Kinderbuch von Marla Frazee entwickelten die Schöpfer von „Madagascar“ einen unterhaltsamen, rasanten Animationsspaß, in dem größenwahnsinnige Manager und übervorsorgliche Helikoptereltern gleichermaßen ihr Fett abbekommen.

Tiger Girl

Ab 06. April

TIGER (Ella Rumpf) schafft sich ihren Platz. Regel#2: Wenn dir jemand eine Grube gräbt, schubs ihn hinein. VANILLA (Maria Dragus) sucht einen Platz. In einer Uniform - Hauptsache, ein Auftrag. Doch sie fliegt durch die Polizeiprüfung und landet bei einem privaten Sicherheitsdienst. TIGER ist fasziniert von dem Mädchen, das so krampfhaft versucht, dazuzugehören. Sie bringt ihr das Beißen bei und VANILLA leckt Blut. TIGER muss eine neue Regel lernen: Wer Wind sät, wird Sturm ernten.

Ein frischer Wind namens Impro-Film weht seit einiger Zeit durch das deutsche Kino und war nun mit Jakob Lass' neuem Film „Tiger Girl“ sogar als Eröffnungsfilm des Panorama-Special eingeladen. Wilde 90 Minuten lang schickt Lass ("Love Steaks") seine beiden Protagonistinnen dabei durch Berlin, voller Tatendrang und Aggression.

Es war einmal in Deutschland...

Ab 06. April

Mit einer guten Portion schwarzen Humors erzählt Sam Gabarski die unglaubliche, aber wahre Geschichte des David Bermann (gespielt von Moritz Bleibtreu): Er überlebte als deutscher Jude das KZ und plant nach dem Krieg die Auswanderung in die USA. Gemeinsam mit ein paar Leidensgenossen schlawinert er sich als Wäschevertreter durch die Ruinen und bezirzt einsame Frauen, Kriegerwitwen und Heldenmütter. Doch es gibt ein paar Merkwürdigkeiten in Davids Vergangenheit, und die US-Militärpolizei lässt nicht locker. Eine tiefgründige Schelmenkomödie, in der Lachen und Weinen dicht beieinander liegen.

Free Fire

Ab 06. April

Massachusetts, 1978: In einer abgeschiedenen Lagerhalle in der Nähe von Boston soll ein großer Waffendeal über die Bühne gehen: Justine ist auf besonders heiße Ware spezialisiert und fungiert als Mittelsfrau zwischen den irischen Gangstern Chris und Frank sowie den zwielichtigen Geschäftsmännern Ord und Vernon. Unter größter Anspannung nimmt die Transaktion ihren Lauf. Doch dann kommt es zu einem Missverständnis. Alle Beteiligten fürchten, übervorteilt zu werden und einer von ihnen kann den Finger am Abzug nicht ruhig halten. Er eröffnet das Feuer - und damit beginnt eine epische Schießerei, bei der die Kisten voller Waffen, die bis eben noch Ware waren, natürlich gleich zum Einsatz kommen und Allianzen und Zweckbündnisse ebenso schnell eingegangen wie wieder zunichte gemacht werden.

Verleugnung

Ab 13. April

Anno 1996 strengte der britische Holocaustleugner David Irving einen im Jahr 2000 geführten Prozess gegen die US-Historikerin Deborah Lipstadt an. Vor dem Königlichen Zivilgericht in London standen Lipstadt und ihr Team aus renommierten Anwälten vor der absurden Aufgabe, Beweise für den Genozid an den Juden zu erbringen - das britische Rechtssystem kennt nämlich anders als das amerikanische keine Unschuldsvermutung des Angeklagten. Den Prozessverlauf und die pragmatische Taktik der Verteidigung beleuchten der Regisseur Mick Jackson und der Autor David Hare im faktentreuen Justizdrama „Verleugnung“, das auf Lipstadts Buch „History on Trial: My Day in Court with a Holocaust Denier“ basiert (dt.: „Betrifft: Leugnen des Holocaust“). Im Zentrum stehen klar gezeichnete Konflikte und eine interessante Frage: Was ist und wer bestimmt die historische Wahrheit?

Dancing Beethoven

Ab 13. April

In seiner berühmten 9. Symphonie nach Friedrich Schillers „Ode an die Freude“ feiert Ludwig van Beethoven den ewigen Kreislauf des Lebens und die Freude, lebendig zu sein. Das Béjart Ballet Lausanne brauchte die Symphonie 2015 als Tanzstück auf die Bühne, in Zusammenarbeit mit dem Tokyo Ballet und dem Israel Philharmonic Orchestra unter der Leitung von Zubin Mehta – wobei die Tänzer bei den harten Proben die Freude am Dasein schon mal vergessen konnten. Regisseur Arantxa Aguirre beobachtet in „Dancing Beethoven“, wie Tänzer, Choreografen und Musiker aus aller Welt Maurice Béjarts Ballettfassung der 9. Symphonie gemeinsam proben. Die Vorbereitung ist ebenso anstrengend wie leidenschaftlich, aber die Künstler finden zwischendrin trotzdem Zeit, ihre Gedanken zu Beethovens Komposition zu teilen.

Die Häschenschule - Jagd nach dem goldenen Ei

Ab 13. April

Über 90 Jahre alt ist das berühmte Kinderbuch „Die Häschenschule“, womit klar ist, dass die moderne Animationsfilm-Adaption sich nur noch lose auf das Vorbild bezieht und unzweideutig aus dem 21. Jahrhundert stammt. Doch trotz manch etwas angestrengt wirkender moderner Momente, fängt Ute von Münchow-Pohls Film den Geist der Vorlage überzeugend ein und unterhält auf unbeschwert und unterschwellig moralische Weise.

Stille Reserven

Ab 20. April

In der Zukunft ist selbst der Tod ein Geschäft: Wer mit Schulden stirbt und keine Todesversicherung abgeschlossen hat, der wird künstlich am Leben gehalten und ausgebeutet. Dies ist der spannende Ansatz von Valentin Hitz dystopischer Zukunftsvision, die vor allem des Konzepts und starken Looks wegen überzeugt, inhaltlich aber bald zu stottern beginnt.

The Founder

Ab 20. April

Es war einmal ... eine wahre Geschichte: Im Mittelpunkt steht Ray Kroc, der Kopf hinter McDonald’s - der Macher, der Strippenzieher, das Urbild eines Managers. Regisseur John Lee Hancock („Saving Mr Banks“) und Autor Robert D. Siegel (“The Wrestler - Ruhm, Liebe, Schmerz”) lassen in ihrer unterhaltsamen Biographie die Welt und das Lebensgefühl der 50er und 60er Jahre wiederauferstehen. Und mitten drin Michael Keaton in einer seiner schönsten Rollen als Mann mit Weitblick und ohne Skrupel.

Ein Dorf sieht schwarz

Ab 20. April

Die wahre Geschichte hinter der Culture-Clash-Komödie „Ein Dorf sieht schwarz“ spielt zwar im fernen Jahr 1975, ist heute aber leider wieder ziemlich aktuell. Die Geschichte dreht sich um einen frisch promovierten Arzt aus Zaire, der im französischen Hinterland eine Praxis als Landarzt übernimmt und auf rassistische Vorurteile der Anwohner stößt. In Frankreich avancierte die amüsante und rührende Integrationskomödie von Regisseur Julien Rambaldi mit mehr als einer halben Million Zuschauern zum überraschenden Sommerhit.

Alles unter Kontrolle!

Ab 20. April

In der neuen Komödie vom Regisseur von „Monsieur Claude und seine Töchter“ kehren mit Ary Abittan und Medi Sadoun auch zwei der wunderbaren Schwiegersöhne aus „Monsieur Claude“ auf die Leinwand zurück. Philippe de Chauveron gelingt erneut ein herzliches und provozierendes Komödienspektakel aus Frankreich. Ary Abittan und Medi Sadoun legen mit großer Spielfreude los als herrlich verwirrte Zeitgenossen auf ihrer unfreiwillig gemeinsamen Reise durch gesellschaftliche Minenfelder, aus denen manchmal auch Freundschaft entsteht.

Maikäfer, flieg!

Ab 27. April

Christine Nöstlingers literarische Kindheitserinnerungen sind auch als Film viel mehr als eine autobiographisch geprägte Jugendgeschichte - sie sind ein Plädoyer für den Frieden und gleichzeitig eine Aufforderung zum Anderssein. Die kleine Christl erlebt 1945 in und um Wien ihre ganz eigene Version vom Kriegsende inklusive Angst, Flucht und Terror - aber sie findet auch unerwartete Freunde und hat ihren Spaß. Mit dem Blick eines Kindes (Zita Gaier) zeigt Mirjam Unger den ganz normalen Wahnsinn des Krieges. Ein wichtiger Film, nicht nur für die Jugend.


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