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Vorschau – demnächst im Thalia

(geplante Termine, ohne Gewähr)

Salt And Fire

Ab 08. Dezember

Der episch-surreale Umweltthriller von Regielegende Werner Herzog erzählt die Geschichte eines Forscherteams, das in Bolivien eine mögliche Umweltkatastrophe untersuchen soll und dabei entführt wird. Der Film wirkt mit seiner nicht-linearen Erzählweise fast wie ein Tagtraum, der scheinbar keinen festen Regeln folgt, und spielt eigenwillig philosophisch mit dem Thema Wahrnehmung. Dazu liefert Kameramann Peter Zeitlinger atmosphärische Landschaftsbilder einer grandiosen Salzwüste am imposanten Uyani-Salzsee im bolivianischen Hochland. Doch neben den hölzernen Dialogen bleibt so manches an der schrägen Geschichte abseits herkömmlicher Sehgewohnheit arg widersprüchlich.

Alle Farben des Lebens

Am 08. Dezember

Klassisches amerikanisches Wohlfühlkino ist Gaby Dellals „Alle Farben des Lebens“, der sich dem Thema Transsexualität annimmt. Das tolle Schauspielerinnenensemble um Elle Fanning, Naomi Watts und Susan Sarandon macht es dabei leichter, über eine Geschichte hinwegzusehen, in der ein an sich relevantes Thema mit etwas zu wenig Ecken und Kanten erzählt wird.

Elvis & Nixon

Ab 08. Dezember

Im Winter 1970 fliegt Elvis Presley (Michael Shannon) mit seinem treuen Freund Jerry Schilling (Alex Pettyfer) nach Washington, wo er sich einen Traum erfüllen will: fürs Bureau of Narcotics and Dangerous Drugs arbeiten, im Kampf gegen Drogen. Doch weiter als bis zum Tor des Weißen Hauses kommen sie erst mal nicht – immerhin gelingt es dem King, eine handschriftliche Notiz für Präsident Nixon (Kevin Spacey) zu hinterlegen. Über dessen Mitarbeiter Egil „Bud” Krough (Colin Hanks) und Dwight Chapin (Even Peters) erreicht die Botschaft den Stabschef H.R. Haldeman (Tate Donovan), der zunächst entrüstet und knapp ablehnt. Schließlich aber dringt Elvis‘ Bitte doch bis zu Nixon durch, der einem Treffen mit dem Rock-'n'-Roll-Star widerwillig zustimmt. Ein absurdes Gespräch beginnt, in dem Elvis und der Präsident auch Verbindendes entdecken, z. B. ihre Ablehnung der Gegenkultur…

Jacques - Entdecker der Ozeane

Ab 08. Dezember

1949 leben Jacques Cousteau (Lambert Wilson) und seine Frau Simone (Audrey Tautou) mit ihren beiden Söhnen in einem paradiesischen Haus an der französischen Mittelmeerküste. Doch das Familienglück allein reicht dem Ehepaar nicht – sie sehnen sich nach Abenteuern in der Ferne. Deshalb lassen Jacques und Simone ihre Kinder eines Tages im Internat zurück und brechen an Bord der Calypso zu einer Ozeanexpedition auf. Viele Jahre später kehrt einer ihrer Söhne, Philippe (Pierre Niney), als Erwachsener zu seinen Eltern zurück. Aus dem einstigen Pionier Jacques Cousteau ist jetzt ein weltberühmter Star und Schwerenöter geworden, der für seinen Ruhm bereit ist, alles zu opfern. Philippe erkennt seinen Vater zwar kaum wieder, aber ihm wird bewusst, dass die Ozeane durch den Menschen zerstört werden und seine Familie etwas zum Schutz tun kann. Auf einem gemeinsamen Abenteuer nähern sich Vater und Sohn einander wieder an, ehe das Schicksal unerbittlich zuschlägt…

Paula

Ab 15. Dezember

Das Drama über das kurze, wilde Leben der Paula Modersohn-Becker zeigt eine lebenshungrige Frau, die gegen alle Konventionen um 1900 herum als Künstlerin arbeitet.
Carla Juri (u. a. „Feuchtgebiete“) liefert als Paula eine intensive Interpretation der Malerin als leidenschaftliche, spontane Frau. Im Vordergrund steht ihre Beziehung zum Kollegen und späteren Ehemann Otto Modersohn (Albrecht Abraham Schuch).
Christian Schwochow inszeniert formgewandt und in teils wunderbaren Bildern (Kamera: Frank Lamm) nach einem Drehbuch, das mit der heißblütigen Hauptfigur nicht mithalten kann. Das Ergebnis ist ein Biopic mit Einblicken in eine spannende Epoche und ins Leben einer Künstlerin, deren Werk bis heute strahlt.

Rogue One: A Star Wars Story

Ab 15. Dezember

Schwere Körperverletzung, Besitz gestohlener Güter, Fälschung imperialer Dokumente – Jyn Erso (Felicity Jones) hat eine Reihe Schandtaten in ihrem Lebenslauf, als sie von den Rebellen angeheuert wird. Andererseits: Der Kampf gegen das Imperium wird nicht mit Samthandschuhen gewonnen, das wissen die Widerstandskämpfer um Mon Mothma (Genevieve O'Reilly). Und außerdem war Jyns Vater Galen Erso (Mads Mikkelsen) maßgeblich daran beteiligt, die neue Superwaffe des Imperiums zu bauen, weswegen sein Insiderwissen und Jyns Verbindung zu ihm wertvoll sind. Insofern ist die undisziplinierte junge Frau, die sich seit ihrem 15. Lebensjahr allein durchschlägt, genau die Richtige für ein Team, das Galen finden und eine Himmelfahrtsmission ausführen soll: Das Imperium will den Todesstern testen und die Rebellen wollen wissen, was genau die Waffe kann – und wie man sie zerstört. Zusammen mit ihrer Gruppe, darunter ihr Aufpasser Captain Cassian Andor (Diego Luna), der blinde Krieger Chirrut Imwe (Donnie Yen) und dessen Kumpel Baze Malbus (Jiang Wen) sowie der umprogrammierte Ex-Sicherheitsdroide K-2SO (Alan Tudyk), zieht Jyn los. Der imperiale Militärdirektor Krennic (Ben Mendelsohn) will den Todesstern unterdessen so schnell es geht einsatzbereit bekommen, auch weil er unter der Fuchtel von Darth Vader (Stimme im Original: James Earl Jones) steht…

Einfach das Ende der Welt

Ab 29. Dezember

Für seine intensive Verfilmung  des gleichnamigen Theaterstücks von Jean-Luc Lagarce erhielt Xavier Dolan auf dem diesjährigen Festival von Cannes den „Großen Preis der Jury“. Der erfolgreiche Schriftsteller Louis besucht seine Familie nach 12 Jahren wortkarger Abwesenheit zum ersten Mal. Sein Auftauchen löst einen Wirbelsturm von Ressentiments, Vorwürfen und jahrelang genährten Verletzungen aus, den Dolan und sein hervorragendes Ensemble – Gaspar Ulliel, Natalie Baye, Marion Cotillard, Léa Seydoux und Vincent Cassel – als hysterisches und fast schon schmerzhaft klaustrophobisches Kammerspiel in Szene setzen.

Love & Friendship

Ab 29. Dezember

Die gute alte Jane Austen taugt traditionell für Verfilmungen. Fast drei Dutzend Adaptionen gibt es mittlerweile, allein „Stolz und Vorurteile“ bringt es auf 14 Variationen. Nun kommt das kaum bekannte Frühwerk „Lady Susan“ auf die Leinwand - und entpuppt sich als höchst charmanter Coup. So umwerfend komisch und brillant scharfzüngig gab es die Austen nur selten zu sehen. Kate Beckinsale überzeugt mit einer betörenden Glanzleistung als finanzklamme Witwe, die nach vermögenden Heirats-Kandidaten Ausschau hält - und dabei die feine Snob-Society so selbstbewusst wie clever am Nasenring durch die Manege der Eitelkeiten zieht. Verstaubter Kostümschinken war gestern: Nun kommt eine historische Gesellschaftssatire-Lovestory mit geschliffenem Wortwitz sowie einer ziemlich starken, attraktiven Frau.

Die Überglücklichen

Ab 29. Dezember

Nachdem Paolo Virzì mit „Die süße Gier“ eine Satire auf die Wirtschaftskrise in Italien drehte, folgt nun ein beschwingtes Roadmovie, das nicht minder in seinem Heimatland verankert ist. „Die Überglücklichen“ aus dem Titel sind zwei Frauen, die gemeinsam aus einer Psychiatrie ausbrechen und quer durch die sommerliche Toskana flüchten. Mit zwei herausragenden Hauptdarstellerinnen und jeder Menge Dialogwitz gelingt Virzì eine unterhaltsame, mediterrane Tragikomödie rund um Freundschaft und den Ausweg aus einer krisengeschüttelten Lebensphase.


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