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Vorschau – demnächst im Thalia

(geplante Termine, ohne Gewähr)

Mängelexemplar

Ab 12. Mai

MÄNGELEXEMPLAR ist die lang erwartete Verfilmung von Sarah Kuttners Bestsellerroman. Phantasievoll, wild und zugleich sensibel erzählt Newcomer-Regisseurin Laura Lackmann den tragikomischen Trip einer jungen Frau auf der Suche nach sich selbst.

Karo hat kein Problem. Karo ist das Problem: Für ihre Chefin, ihren Freund und für einen Baumarktmitarbeiter, der Karo nach einem sonderbaren Wutausbruch in Gewahrsam nehmen muss.

Und es stimmt, mit Karo stimmt was nicht.

Sie ist ungeduldig, viel zu emotional und hat sich selbst nicht unter Kontrolle. Als Karo deswegen ihren Job verliert und selbst ihre beste Freundin nichts mehr von ihr wissen will, wird ihr klar, dass sich etwas ändern muss. Voller Übereifer stürzt sie sich in eine Therapie, will die Superpatientin sein und macht gerade deshalb alles falsch. Als daraufhin ihr Freund mit ihr Schluss macht wird es ernst. Von Panikattacken in die Depression getrieben muss sie feststellen, dass es nicht leicht ist, ein Problem zu lösen, wenn man es selber ist.

Die Poesie des Unendlichen

Ab 12. Mai

Bewegend inszeniert Newcomer Matthew Brown sein Biopic über das faszinierende indische Mathematikgenie Ramanujan, einem Autodidakten und Querdenker mit revolutionären Theorien. Im Mittelpunkt seines einfühlsamen Historienepos samt Culture-Clash steht, neben dem Kampf um Anerkennung im eurozentrischen Wissenschaftsbetrieb, eine außergewöhnliche Freundschaft. Im klassischen „Fish-out-of-Water“-Szenario überzeugt  Slumdog Millionaire-Star Def Patel neben dem brillanten Oscarpreisträger und Spezialist für historische Charaktere Jeremy Irons. Die Leinwandpräsenz des 67jährigen Charakterdarstellers ist nach wie vor überragend.

junges licht

Ab 12. Mai

Adolf Winkelmanns Hommage an das ursprüngliche Ruhrgebiet lässt den Pott in poetischen Bilder wieder auferstehen, gleichzeitig entmystifiziert die stimmige Adaption des gleichnamigen Romans von Ralf Rothmann die Ruhrpott-Romantik. Erzählt wird vom zwölfjährigen Julian, der in den 1960er Jahren in einer typischen Bergarbeitersiedlung aufwächst. Die Luft ist schlecht und das Klima rau. Zu rau für einen unschuldigen Jungen. Julian hat ein feines Auge für das Geschehen in seiner Umgebung. Als Julians Mutter den Sommer bei Verwandten an der See verbringt, wird der Junge unmittelbar mit der Welt der Männer konfrontiert - eine Welt, zu der auch Sex und Gewalt gehören.

Happy Hour

Ab 12. Mai

HAPPY HOUR, das ist in diesem Fall die Bezeichnung für das regelmäßige Schäferstündchen von HCs Frau und ihrem Liebhaber, wie der gehörnte Ehemann zufällig per fehlgeleiteter SMS erfährt. Zutiefst erschüttert, aber friedfertig wie eh und je, klagt er seinen Jugendfreunden Wolfgang und Nic sein Leid. Die reagieren mäßig mitfühlend – fühlen sich aber trotz eigener Probleme in Beziehungsdingen dazu berufen, HC und seine Männlichkeit zu retten. So fliegt das ungleiche Trio zu einem Kurztripp in Wolfgangs Cottage in Irland, wo sie es in rauer Natur und bei viel Guinness ordentlich krachen lassen wollen. Wolfgangs spießige Hausregeln stehen dem wilden Leben zunächst noch mehr im Weg als HCs Lethargie, doch als die irischen Frauen ins Spiel kommen, sieht sich jeder der Dreien plötzlich vor ganz eigene Aufgaben gestellt, und auch die in fester Rollenverteilung erstarrte Freundschaft erlebt eine Zerreißprobe… 

Mr. Gaga

Ab 12. Mai im Dokfilmprogramm

Als einer der bedeutendsten Choreographen des zeitgenössischen Tanzes gilt der Israeli Ohad Naharin, den sein Landsmann Tomer Heymann in seiner Dokumentation "Mr. Gaga" porträtiert. Konventionell im Ansatz, lebt der Film vor allem von seinem vielfältigen Bildmaterial, das Naharins künstlerische Entwicklung von den 70er Jahren bis zur Gegenwart veranschaulicht.

Nur Fliegen ist schöner

Ab 19. Mai

Wer träumt nicht davon, aus dem Alltag auszubrechen, sich aufzumachen in die Natur, in die Freiheit? Weg zu fliegen, weg zu fahren. Oder: weg zu paddeln - so wie der etwas steife 50jährige Michel in dieser liebevollen französischen Komödie. Im Kopf macht er sich öfter auf zu kleinen Fluchten, aber so wirklich traut er sich nicht. Bis er sich eines Tages, halb geschubst von seiner Frau, mit einem Kayak auf einen neuen Fluss des Lebens begibt. Wirklich weit kommt er nicht  - und doch viel weiter, als er sich je erträumt hat. Autor, Regisseur und Hauptdarsteller Bruno Podalydès erzählt eine charmante Geschichte vom Ausbruch aus den Zwängen, ganz unaufgeregt und doch sehr witzig, ganz schräg und doch wahrhaftig und liebenswert. Viel charmanter können Fluchten aus dem Alltag nicht sein.

Monsieur Chocolat

Ab 19. Mai

So wie das deutsche "Schoko" war auch das französische "Chocolat" eine abfällige Bezeichnung für Schwarze. Doch unter genau diesem Namen wurde um 1900 ein schwarzer Clown zum Star. Dass dieser "Monsieur Chocolat" nicht wirklich akzeptiert, sondern kaum mehr als geduldet war, davon erzählt Roschdy Zem in einem biographischen Film, der vor allem in seinen Bezügen zur Gegenwart interessant ist.

Parchim International

Ab 19. Mai

Ein internationales Luftkreuz mitten in der mecklenburgischen Einöde? – das klingt merkwürdig, aber auch ziemlich interessant. Und richtig: Die beiden Filmemacher Stefan Eberlein und Manuel Fenn haben den chinesischen Investor Jonathan Pang sieben Jahre lang begleitet und erzählen die Geschichte eines skurrilen Projektes und seines Schöpfers als tragikomische Farce über Kapitalismus und Globalisierung.
Auch wenn der Film thematisch wohl nur ein spezielles Publikum anspricht, ist er doch so liebenswert, humorvoll und spannend, dass sich das Anschauen lohnt.

Der Nachtmahr

Ab 26. Mai

Tina (Carolyn Genzkow) ist ein 17-jähriges Mädchen, das alles hat, was man sich in diesem Alter nur wünschen kann: Sie ist hübsch, hat tolle Freunde, eine reiche Familie und steht kurz davor, mit Mädchenschwarm Adam (Wilson Gonzalez Ochsenknecht) zum neuen Traumpaar der Schule zu werden. Aber nach einer großen Party fängt sie an, seltsame Albträume zu erleben, in denen sie einem abgrundtief hässlichen Wesen begegnet. Ihre Eltern und Freunde glauben ihr allerdings kein Sterbenswörtchen und halten sie für verrückt. Doch schon bald verschwimmen Realität und Schein als Tina mit dem Ungeheuer eine ungewöhnliche Freundschaft eingeht und dabei ihr wahres Ich zeigt. Damit verändert sie das Leben all jener, die zu ihrer Welt gehören. Doch eines Tages beginnen auch ihre Eltern und am Ende ihre Freunde, das Wesen mit eigenen Augen zu sehen...

Ente gut! Mädchen allein zu Haus

Ab 26. Mai

Die elfjährige Linh macht ihre Sache mit Bravour. Weil ihre alleinerziehende Mutter unerwartet zurück nach Vietnam reisen muss, versorgt Linh nun alleine ihre kleine Schwester Tien und kümmert sich auch noch um den elterlichen Imbiss. Natürlich darf das niemand erfahren, am wenigsten das Jugendamt. Das größte Problem für Linh jedoch hat rote Haare, ein Fernrohr und grinst frech: Pauline. Die Draufgängerin von gegenüber spioniert die Nachbarschaft aus und kann sich nichts Schöneres als ein Leben ohne Eltern vorstellen. Als Pauline die vietnamesischen Schwestern erpresst, mit ihr eine Bande zu gründen, beginnt für die drei Mädchen ein waghalsiges Abenteuer. Der Gewinner der ersten Förderinitiative „Der besondere Kinderfilm“ erzählt von Freundschaft, Familienzusammenhalt und nicht zuletzt: der wundersamen Macht von Glückskeksen.

My Internship In Canada

Ab 26. Mai

Auch in Deutschland war „Monsieur Lazhar“ ein Erfolg, nun lässt der kanadische Regisseur Philippe Falardeau seiner für den Oscar nominierten Komödie eine etwas zahme Polit-Satire folgen. Vielleicht ist das politische Geschäft in Kanada einfach zu bedächtig, so dass „My Internship in Canada“ vor allem als leichte Komödie überzeugt und weniger als scharfe Analyse der politischen Landschaft.

Outside The Box

Ab 26. Mai

Mit dem rigorosen Gefängnisdrama "Picco" hat Philip Koch ein bemerkenswert mutiges Debüt geliefert. Nach diesem Coup folgt nun der zweite Streich des Regie-Talents: Vier Unternehmensberater sollen in der Wildnis ihre Teamqualitäten unter Beweis stellen. Aus dem gruppendynamischen Überlebenstraining wird bald blutiger Ernst: Eine als Rollenspiel geplante Entführung verläuft etwas anders als geplant. Die fröhlich fiese Farce über Leistungsdruck, Konkurrenzwahn, Raffgier und Hackordnungen überzeugt durch originelle Einfälle, ein hübsches, visuelles Konzept sowie ein starkes Ensemble – die "Zeit der Kannibalen" lässt grüßen.

Sing Street

Ab 26. Mai

Keiner bringt die Faszination von Musiksongs schöner auf die Leinwand: Mit „Once“ wurde er berühmt, mit „Can a Song Save Your Live?“ variierte er sein Lieblingsthema mit Stars wie Keira Knightley und Mark Ruffalo - mit „Sing Street“ beschwört der irische Regisseur John Carney nun erneut die Kraft der Musik und der Liebe. Schauplatz ist diesmal das Dublin der 80er Jahre, was Spuren typischen britischen Sozialrealismus erzeugt, vor allem aber höchst unterhaltsame Nostalgie. Eine mitreißende, sehr überzeugende Ode an die Musik und die Liebe - fast noch schöner als "Can a Song..."!


Alle Filmstarts auf einen Blick!