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Vorschau – demnächst im Thalia

(geplante Termine, ohne Gewähr)

Sie nannten ihn Spencer

Ab 27. Juli

Carlo Pedersoli war der Überzeugung, jeden Beruf ausgeübt zu haben außer Jockey und Balletttänzer. Er war Schriftsteller, elffacher italienischer Schwimmchampion, zweifacher Olympiateilnehmer, Wasserballeuropameister, Rechtswissenschaftler, Sänger, Komponist, Pilot, Flugunternehmer, Modedesigner, Fabrikant, Drehbuchautor, Produzent und nicht zuletzt Erfinder einer Art Einwegzahnbürste. Er beherrschte sechs Sprachen. Seinen Weltruhm jedoch verdankt Carlo Pedersoli knallharten Backpfeifen und schlagfertigen Sprüchen – als Schauspieler unter dem Pseudonym Bud Spencer. An der Seite von Terence Hill wurde ein Bösewicht nach dem anderen zur Schnecke gemacht, niemand ließ die Fäuste so fliegen wie Bud Spencer. Ihre Westernkomödien avancierten zu Kulthits und begeisterten ein Millionenpublikum. Zwei seiner Fans wollen nicht nur Anekdoten sammeln, sie machen sich auf die Reise zu ihrem ewigen Idol.

SIE NANNTEN IHN SPENCER ist ein berührendes Roadmovie über zwei Jungs wie Pech und Schwefel auf der Suche nach dem Menschen hinter der Kultfigur. Regisseur Karl-Martin Pold schuf ein faszinierendes Porträt eines Schwergewichts der Filmgeschichte, der die Herzen des Publikums im Sturm eroberte und weitaus mehr zu bieten hatte als die legendäre senkrechte Faust auf den Kopf des Schurken.

The Party

Ab 27. Juli

Es war die mit Abstand beste Party der Berlinale: In 71 höchst kurzweiligen Minuten zündet Sally Potter ein cineastisches Feuerwerk vom Feinsten (und das in Schwarz-Weiß!). Die künftige Ministerin im Schattenkabinett lädt ihre besten Freunde zur intimen Feier ins traute Heim. Doch das Fest gerät unerwartet zum Fiasko. Kleine Geheimnisse und große Lebenslügen fliegen den Gästen immer schneller um die Ohren. Ein exzellentes Ensemble zelebriert die schillernden Figuren samt ihrer funkelnden Dialoge mit spürbarem Vergnügen. Dass die Bären-Jury daran kein Gefallen fand, lässt sie in die Ignoranten-Liga der „Erdmann“-Trottel von Cannes absteigen. Das Publikum dürfte da abermals klüger entscheiden - wie bereits schon die „Gilde Filmpreis“-Juroren.

Ostwind - Aufbruch nach Ora

Ab 27. Juli

Im Therapiezentrum Kaltenbach ist Mika als Pferdeflüsterin zu einer regelrechten Berühmtheit geworden, was ihr allerdings ein wenig zu viel wird. Sie will endlich ihre Freiheit zurück! Kein Wunder, dass da der Haussegen schief hängt und es zu einem heftigen Streit mit ihrer Großmutter kommt. Deshalb schnappt sich Mika ihr Pferd Ostwind und gemeinsamen brechen sie nach Andalusien auf, wo vermutlich Ostwinds Wurzeln liegen. Dort landet sie auf der Hacienda von Pedro, wo sie, sobald sie unbeaufsichtigt ist, durch die Gegend reitet. In der kargen Steppe entdeckt sie dann eine von grünen Bäumen umringte Wasserquelle namens Ora, die einer Reihe Wildpferden als Tränke dient, sowie Tara, die seit vielen Jahren zurückgezogen mit den Tieren lebt. Als Ostwind plötzlich von den Wildpferden bemustert wird, ist klar: Das muss seine Familie sein! Doch ihre Heimat wird bedroht, denn Pedro hat das Land an einen ausbeuterischen Unternehmer verkauft. Zusammen mit Pedros Tochter Samantha schmiedet Mika einen Plan zur Rettung der Pferde, indem sie eine uralte Tradition wieder aufleben lassen will: das Rennen von Ora…

Paradies

Ab 27. Juli

Das kollektive Gedächtnis lässt nach. Umso wichtiger scheint, es an den barbarischen Horror des Holocaust zu erinnern. Auch der große russische Autorenfilmer Andrei Konchalovsky versucht in seiner preisgekrönten Schwarz-Weiß-inszenierten Parabel über die NS-Gräuel die Erinnerung daran wach zu halten. Stilistisch radikal verknüpft er brillant die Schicksale seiner drei Protagonisten: Der russischen Adeligen und Widerstandskämpferin Olga, des französischen Kollaborateurs des Vichy-Regimes Jules, und des preußischen SS-Offiziers Helmut. Vor allem die unverhohlene Idealisierung der NS-Ideologie durch den jungen Nazi, der vor einer Art göttlicher Filmkamera sein Handeln rechtfertigt, wirkt erschreckend authentisch.

Das Gesetz der Familie

Ab 03. August

Ein besonderes Vater-Sohn-Verhältnis steht im Zentrum von Adam Smiths packender Außenseiter-Geschichte „Das Gesetz der Familie“. Michael Fassbender und Brendan Gleeson übernahmen die Rollen der beiden Generationen, deren Entfremdung zu immer größeren Anspannungen führt. Schließlich droht die verschworene Gemeinschaft, an einem geplanten Raub auseinander zu brechen. Gleeson als patriarchalisches Clan-Oberhaupt und Fassbender als lange Zeit folgsamer „Thronfolger“ liefern sich in Smiths Spielfilmdebüt ein sehenswertes Duell.

Die göttliche Ordnung

Ab 03. August

Bis in die frühen siebziger Jahre waren Frauen in der Schweiz vom Wahlrecht ausgeschlossen - in einigen Kantonen sogar bis in das Jahr 1990. Entlang dieser historischen Tatsache entwickelte die Schweizer Filmregisseurin Petra Volpe eine hintersinnige, ironische und bisweilen sehr berührende Tragikomödie, die in ihrer Heimat mit Preisen und auf dem Tribeca-Filmfestival mit dem begehrten Publikumspreis ausgezeichnet wurde. Ein Film über starke Frauen, aber kein klassischer Frauenfilm. In seiner Stimmung und Dramaturgie erinnert „Die göttliche Ordnung“ vielmehr an eine Coming-of-Age-Geschichte.

Final Portrait

Ab 03. August

Während einer Parisreise im Jahr 1964 wird der junge Schriftsteller und Kunstliebhaber James Lord von seinem Freund gefragt, ob er ihm für ein Porträt Modell sitzen würde. Geschmeichelt und fasziniert sagt er zu, denn es handelt sich dabei um niemand geringeren als Alberto Giacometti.

Doch Lord hat keine Ahnung, worauf er sich da eingelassen hat. Schon bald erhält der junge Amerikaner Einblicke in den faszinierenden, intensiven, wunderschönen und stellenweise völlig chaotischen und irritierenden Schaffensprozess des weltbekannten Künstlers.

Der Wein und der Wind

Ab 10. August

Burgund, der goldenen Mitte Frankreichs, widmet der französische Ausnahmeregisseur Cédric Klapisch sein wunderbar authentisches Sozialporträt über den Weinanbau zwischen Tradition und Moderne. Nach der chaotischen WG in Barcelona („L´Auberge espagnole“), dem Zusammenprall der Welten eines Börsenmaklers und seiner Putzfrau („Mein Stück vom Kuchen“) und seiner Liebeserklärung an Paris („So ist Paris“), ist seine neue, exzellente Darstellerriege dieser Familiensaga nun durchwegs erwachsen geworden. Sie müssen sich entscheiden für oder gegen ein Leben in der Provinz, dem Weiterführen des Erbes ihrer Eltern und Verantwortung für ihr Handeln übernehmen. Ein weiteres Glanzstück französischen Erzählkinos.

Helle Nächte

Ab 10. August

In seinem letzten Film „Gold“ zog es Thomas Arslan nach Kalifornien, sein neues Werk „Helle Nächte“ spielt in den Weiten Norwegens und ist doch durch und durch Berliner Schule, jene auch international beachtete Stilrichtung des deutschen Kunstkinos, die eigentlich schon vorbei ist. Doch Arslans bei der diesjährigen Berlinale ausgezeichneter Film wirkt zum Teil wie ein regressives Werk, das zwar ansatzweise nach vorne blickt, aber nur bedingt Bilder für seine bewusste Leere auf dramaturgischer Ebene findet.

Lucky Loser - Ein Sommer in der Bredouille

Ab 10. August

Mit „Silvi“ und „Familienfieber“ etablierte sich Nico Sommer als Regisseur des so genannten German Mumblecore, dessen Vertreter auf Improvisationen schwören. Seine neue Tragikomödie „Lucky Loser“ entstand nun zwar nach Drehbuch, doch Sommer bleibt auch dem Improvisieren gegenüber aufgeschlossen. Der aus „Dicke Mädchen“ und „Alki Alki“ von Axel Ranisch bekannte Hauptdarsteller Peter Trabner brilliert in seiner Paraderolle als sympathischer Verlierer und überspielt die konventionelle Anlage des Campingplatz-Films.

Kedi - Von Katzen und Menschen

Ab 10. August

Katzen-Videos garantieren in den sozialen Netzwerken stets beste Quoten. Nun sollen die Samtpfoten auch die Leinwand erobern - was in den US-Kinos bereits erfolgreich gelang. Die Doku-Idee ist so schlicht wie genial: Die Kamera folgt sieben verschiedenen Katzen in ihrem Biotop Istanbul. Es handelt sich dabei um keine Stuben-, sondern Straßen-Tiger, schließlich gilt die türkische Metropole als El Dorado solcher schnurrenden Streuner. Bei den Einwohnern sind die freiheitsliebenden Vierbeiner traditionell beliebt. Dank der unterschiedlichen Charaktere dieser pelzigen glorreichen Sieben entwickeln sich hübsche, kleine Geschichten aus der Großstadt. Präsentiert werden sie mit putzigen Bildern der anmutigen Tiere, die auf der großen Leinwand einen ganz besonderen Charme entwickeln, dem Internet-Videos kaum Konkurrenz bieten können.

Der Stern von Indien

Ab 10. August

Die britisch-bengalische Regisseurin Gurinder Chadha („Bend it like Beckham“) verfilmt mit ihrem opulenten, erhellenden Historienepos über die blutige Teilung Indiens nicht nur bewegend ihre Familiengeschichte. Ihr spannendes, sinnliches Erzählkino blickt hinter die Kulissen. Klar zeigt ihr Gesellschaftsporträt das skrupellose Ränkespiel im Auftrag Churchills, der dem Empire mit der willkürlichen Grenzziehung in einen Hindu- und einen Muslimstaat den Zugang zum Öl der Golfstaaten sichern wollte. Geschichtsschreibung von unten, die sich gegen offizielle Versionen auflehnt.

Dalida

Ab 10. August

Sie war eine der größten Chansonsängerinnen Frankreichs. Und trotzdem zutiefst unglücklich. Sie hatte einen Hit nach dem anderen. Doch bei den Männern hatte sie kein Glück: Dalida. Die Filmbiographie von Regisseurin Lisa Azuelos zeichnet nun ihr bewegtes, viel zu kurzes Leben nach, mit allen Höhen und Tiefen, mit allen Erfolgen und Niederschlägen. Ein packendes, anrührendes Porträt einer aufregenden Frau, die von Titeldarstellerin Sveva Alviti perfekt verkörpert wird.

Ein Sack voll Murmeln

Ab 17. August

Zwei Jungs entkommen der Verfolgung durch Flucht - sie werden von ihren Eltern mit dem Nötigsten ausgestattet und fortgeschickt auf eine Reise ins Ungewisse. Aber nein: Das ist keine moderne Flüchtlingsgeschichte, auch wenn sie es sein könnte. Hier geht es um das Schicksal einer Familie im besetzten Frankreich, erzählt aus der Sicht des jüngsten Sohnes. Christian Duguays actionreicher Abenteuerfilm ist ein Appell an die Humanität und an die Familie - ein richtig guter Kinotipp für ältere Kinder, Jugendliche und Erwachsene.

Bigfoot Junior

Ab 17. August

Der junge Adam will endlich herausfinden, wer sein Vater ist und macht sich auf die Suche. Die Überraschung ist groß: Es ist der legendäre Bigfoot, der sich jahrelang im Wald versteckt hat, da ein böser Konzern seine besondere DNA für sich nutzen will. Und auch Adam erkennt, dass er außergewöhnliche Superkräfte besitzt. Doch viel gemeinsame Zeit zum Kennenlernen bleibt ihnen nicht, denn zwielichtige Gestalten sind ihnen bereits auf der Spur...

Die Macher von „Robinson Crusoe“, „Das magische Haus“ und der beiden „Sammy“-Abenteuer begeistern erneut mit einem spannenden 3D-Animationsfilm für die ganze Familie. Eine bewegende Vater-Sohn-Geschichte, in der ein kleiner Junge über sich hinauswachsen muss, wenn er die Familie wieder zusammenbringen will. Ein turbulenter Spaß zum Lachen und Mitfiebern!

Tulpenfieber

Ab 24. August

Sie waren mal wertvoller als Diamanten und kostbarer als Gold: Tulpenzwiebeln. Darum wurden sie im Amsterdam des 17. Jahrhunderts zum begehrten Spekulationsobjekt. Und führten zum ersten verbürgten Börsencrash. Vor diesem Hintergrund spielt die Geschichte einer jungen Frau, die aus Not den Falschen heiratet und aus Liebe zum Richtigen eine Intrige inszeniert, die nicht gut ausgehen kann. Ausstattungsreiches Historiendrama mit der aufregenden Alicia Vikander in der Hauptrolle neben Christoph Waltz, Judi Dench und Dane DeHaan.

Hampstead Park - Aussicht auf Liebe

Ab 24. August

Die eigenwillige Amerikanerin Emily Walters (Diane Keaton) passt nur auf den ersten Blick in die gediegene Nachbarschaft Hampsteads und findet ihre affektierten Freundinnen zunehmend öde. Als Emily eines Tages zufällig beobachtet, wie ein Fremder im Park von einer Gruppe Schläger attackiert wird, beschließt sie, zu handeln: Sie ruft die Polizei und kümmert sich um ihn. Sofort ist sie fasziniert von dem kauzigen Donald Horner (Brendan Gleeson), der so gar nicht ihrem bisherigen Männerbild entspricht. Donald, der bereits seit 17 Jahren in einer selbstgezimmerten, schäbigen Hütte im weitläufigen Park lebt, soll daraus vertrieben werden und einem Luxusbauprojekt weichen. Entschlossen und zum großen Entsetzen ihrer Freunde stellt sie sich im Kampf um sein Zuhause auf die Seite des Außenseiters. Für alle überraschend entspinnt sich eine ungewöhnliche Liebesgeschichte um das ungleiche Pärchen – fern von gesellschaftlichen Konventionen und Zwängen, die den beiden den Weg in eine neue Welt eröffnet.

Western

Ab 24. August

Eine Gruppe deutscher Bauarbeiter macht sich auf den Weg auf eine Auslandsbaustelle in der bulgarischen Provinz. Das fremde Land und die raue, wenig erschlossene Landschaft wecken die Abenteuerlust bei den Männern. Gleichzeitig sind sie mit ihren eigenen Vorurteilen und ihrem Misstrauen konfrontiert. Das nahe gelegene Dorf wird für zwei der Männer zur Bühne für einen Konkurrenzkampf um die Anerkennung und die Gunst der Dorfbewohner.

Chez Nous - Das ist unser Land!

Ab 24. August

Die Ambivalenz des Titels ist Programm von Lucas Belvaux engagiertem Film „Das ist unser Land!“, der zeigt, wie eine unverkennbar der rechten Demagogin Marine Le Pen nachgeahmte Politikerin in der französischen Provinz verführt. Ein wenig naiv und konstruiert mutet der Film bei allen guten Absichten an, doch gerade in diesen Zeiten kann man ihm das kaum übel nehmen.

Auguste Rodin

Ab 31. August

Mit Auguste Rodin, einem der Großkünstler Frankreichs, beschäftigt sich Jacques Doillon in seinem biographischen Film, der einsetzt, als der Bildhauer schon fast im Zenit seines Erfolges angekommen ist. Ebenso wie seine Beziehung zu Camille Claudel, doch auch diese Amour Fou ist nur ein Aspekt eines mäandernden, wuchernden Film, der versucht, die Fesseln der Konventionen seines Genres abzulegen, aber auch zeigt, wie schwer das ist.

Magical Mystery oder: die Rückkehr des Karl Schmidts

Ab 31. August

Mit Techno-Musik bringt man Sven Regener, Frontmann der Band „Element of Crime“ und inzwischen noch erfolgreicher als Verfasser autobiographischer Romane nicht wirklich in Verbindung, doch genau darum geht es in „Magical Mystery.“ Etwas allzu mäandernd entwickelt sich die lose um eine Tour durch Deutschland aufgebaute Handlung, die nur gelegentlich von pointierten, humorvollen Momenten aufgebrochen wird.

Die Migrantigen

Ab 07. September

Die beiden in die Gesellschaft integrierten Freunde Benny und Marko täuschen für eine TV-Doku-Serie vor, arbeitslose Kleinkriminelle mit Migrationshintergrund zu sein, bis sich das Blatt wendet und die von ihnen erfundene Wirklichkeit sie einholt.

Zwischen Gemeindebau und Streetlife: Regisseur Arman T. Riahi schickt Faris Rahoma und Aleksandar Petrović als fantastische Hauptbesetzung durch eine aberwitzige Komödie, die der Frage nachgeht, „Was macht man so als Ausländer?“ und dabei vergnügt und furchtlos sämtliche Klischees auf den Kopf stellt.

On The Milky Road

Ab 07. September

Nach seiner Filmbiografie über den argentinischen Fussballer Maradona war es um den vielfach preisgekrönten serbischen Regisseur Emir Kusturica fast zehn Jahre still. Nun entfesselt der fabulierende Geschichtenerzähler mit überbordendem Einfallsreichtum erneut die furiose Bilderflut eines modernen Märchens. Bizarr, burlesk und von balkanischer Beschwingtheit übernimmt er als Milchmann, der im Bürgerkrieg des ehemaligen Jugoslawien die Fronten durchbricht, gleich selbst die Hauptrolle. Dabei verliebt er sich in eine rätselhafte italienische Schönheit. Die „liaison dangereuse“ mit der wunderbaren Schauspielerin Monica Belluci beschert dem Paar auf der Flucht vor schwer bewaffneten Soldaten eine Fülle von Abenteuern.

Eine fantastische Frau

Ab 07. September

Vor vier Jahren begeisterte der Chilene Sebastián Lelio mit „Gloria“, in diesem Jahr sorgte er im Wettbewerb der Berlinale erneut für eines der Highlights: „Una Mujer Fantastica“ stellt eine Frau in den Mittelpunkt, die einst ein Mann war und nun versucht, ein ganz normales Leben zu führen. Doch wie schwierig das Leben als transsexuelle Person ist, beschreibt Lelio in seinem herausragenden Film.

Barfuss in Paris

Ab 07. September

Fiona reist von Kanada nach Paris, um ihrer Tante Matha zu Hilfe zu eilen, von der sie einen verwirrten Brief bekommen hat. Doch als Fiona in Paris ankommt, ist Tante Matha verschwunden und Fiona muss in der fremden Großstadt nach der alten Dame suchen. Statt ihrer Tante findet Fiona aber erst mal einen neuen Verehrer, den Obdachlose Dom, der nicht mehr von ihrer Seite weicht.

Immer noch eine unbequeme Wahrheit - Unsere Zeit läuft

Ab 07. September

Al Gore, ehemaliger US-Vizepräsident und Präsidentschaftskandidat, setzt seinen unermüdlichen Kampf gegen die globale Klimaerwärmung fort. Er bereist die Welt, um die aktuellen, durch den Klimawandel hervorgerufenen Veränderungen zu dokumentieren, um Klimaexperten zu schulen und die internationale Klimapolitik zu beeinflussen. Kameras folgen ihm hinter die Kulissen – in privaten und öffentlichen sowie humorvollen und ergreifenden Momenten. Anschaulich zeigt die packende Dokumentation, wie er seine Vision verfolgt und die Gefahren des Klimawandels mit Einfallsreichtum und Leidenschaft zu überwinden versucht.

Die Pfefferkörner und der Fluch des schwarzen Königs

Ab 07. September

Die Klassenfahrt mit Lehrer Martin Schulze (Devid Striesow) droht auszufallen, doch in letzter Minute springt Bennys Mutter Andrea (Katharina Wackernagel) für die kranke Lehrerin ein. Benny ist davon wenig begeistert, vor allem als Herr Schulze und seine Mutter sich besser kennenlernen. Ziel der Reise ist der Gruber Hof in den Bergen Südtirols. Mia freut sich riesig auf ihren guten Freund Luca (Leo Gapp), der dort wohnt. Doch Luca verhält sich eigenartig, denn es geschehen geheimnisvolle Dinge auf dem Berghof und die Kinder stoßen auf gruselige Berggeister und mystische Zeichen. Der neue Mitschüler Johannes (Luke Matt Röntgen) kommt Mia und ihren Freunden zu Hilfe und als unschlagbares Team, finden sie heraus, wer hinter diesen Ereignissen steckt. Die Spur führt zurück nach Hamburg und die Pfefferkörner begeben sich auf eine riskante Mission …

Wie die Mutter, so die Tochter

Ab 14. September

Mado (Juliette Binoche) ist 47 Jahre alt, emotional aber Teenagerin geblieben. Ihre Tochter Avril (Camille Cottin) ist mit ihren 30 Jahren deutlich weiter als die Mutter, in ihrem Job bei einer Parfum-Firma andererseits aber auch komplett überarbeitet. Es ist Avrils Stresspegel nicht zuträglich, dass sie und ihr Schlaffi von Freund Louis (Michael Dichter), der immer noch an seiner Abschlussarbeit sitzt, ein Kind erwarten. Platz jedenfalls ist keiner da – denn Mama Mado, eine Ex-Tänzerin ohne Einkommen und Job, die sich von Avrils Vater Marc (Lambert Wilson) trennte, lebt mit Avril und Louis unter einem Dach. Und diese Situation sorgt auch so schon für genug Ärger, wann immer es zum Beispiel ums Geld geht. Der Spaß geht so richtig los, als Mado ebenfalls schwanger wird. Mutter und Tochter erwarten zur selben Zeit Nachwuchs…

Körper und Seele

Ab 21. September

Der Berlinale-Gewinner erzählt die außergewöhnliche Liebesgeschichte zweier verletzter Seelen in einer kunstvollen Bildsprache und mit einem feinsinnig-lakonischen Humor. Die beiden Hauptdarsteller beeindrucken mit ihrem zarten und zugleich intensiven Spiel.

KÖRPER UND SEELE ist ein magisches Arthouse-Highlight, das nicht nur die Berlinale-Jury überzeugte, sondern auch zum Publikumsliebling des Festivals avancierte. Der Film wurde auf der diesjährigen Berlinale zudem mit dem Fipresci-Preis des Internationalen Verbandes der Filmkritik und dem Preis der Ökumenischen Jury ausgezeichnet.


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