Vorschau – demnächst im Thalia

Glück

ab Donnerstag

Ein Bürgerkrieg überrollt Irinas Land. Soldaten dringen auch ins Haus ihrer Familie ein, töten die Angehörigen und vergewaltigen die junge Frau. Traumatisiert flieht Irina nach Berlin, arbeitet illegal als Prostituierte. Sie lernt Kalle kennen, einen arbeitslosen Punker, den sie in ihrer Wohnung aufnimmt. Beide verlieben sich ineinander. Doch plötzlich ist ihr Glück aufs Äußerste bedroht: Kalle entdeckt einen toten Freier im Bett der Freundin und weiß sich nur durch eine Verzweiflungstat zu helfen ...

Doris Dörrie inszenierte ihren Film nach einer gleichnamigen Kurzgeschichte von Ferdinand von Schirach. Sie erschien 2009 in seinem auf Tatsachen beruhenden Erzählband Verbrechen. Doris Dörrie interpretiert die Erzählung von Schirachs als Studie über ein Liebespaar zwischen zaghaftem Vertrauen, lang vermisster Zärtlichkeit und tiefster Not.

Die Eiserne Lady

Film zum Sonntag am 26. Februar um 19 Uhr
Starttermin: 1. März, im Seniorenkino am 29. Februar

Margaret Thatcher (Meryl Streep) war die erste weibliche Regierungschefin Europas. Sie kam aus einfachem Hause: Ihr Vater (Iain Glen) war Kolonialwarenhändler, methodistischer Laienprediger und Bürgermeister ihrer Geburtsstadt, die Mutter gelernte Hausschneiderin.
Margaret Thatcher hob Grenzen zwischen Geschlechtern und Klassen auf und behauptete sich in einer bis dahin von Männern dominierten Welt. Sie war unverwechselbar in Stil, Gestus, politischer Haltung, bei der Durchsetzung ihrer Ziele. Dafür wurde sie von den einen gefürchtet, von den anderen verehrt. Ein Mythos.

In the Land of Blood and Honey

ab Donnerstag

Man weiß von Angelina Jolie, dass sie sich auf politischer Ebene massiv für humanitäre Belange einsetzt. Dies unterstreicht die mehrfach preisgekrönte amerikanische Schauspielerin nun auch künstlerisch: Sie schrieb ein Drehbuch, das den Krieg in Bosnien-Herzegowina (1992-1995) thematisiert und inszenierte anschließend selbst den Film. IN THE LAND OF BLOOD AND HONEY zeigt den ungeheuren emotionalen, physischen und moralischen Tribut, den der Krieg von den Menschen fordert. Und er zeigt, was es für Konsequenzen haben kann, wenn die Politik nicht den Willen aufbringt, eine Gesellschaft zusammenzuhalten.

SCHILF

Vorpremiere am 05. März in Anwesenheit von Regisseurin Claudia Lehmann, Darsteller Mark Waschke sowie weiteren Gästen

Bundesstart: 08. März

SCHILF ist ein raffiniert gewobener Albtraum-Trip, in dem nichts so ist, wie es scheint. Basierend auf dem gleichnamigen Bestseller von Juli Zeh ("Adler und Engel", "Spieltrieb") erzählt Regisseurin Claudia Lehmann ("Hans im Glück", "Memoryeffekt") eine spannende Mystery-Geschichte mit mehr als nur einem Twist. In den Hauptrollen glänzen Mark Waschke ("Unter Dir die Stadt", "Buddenbrooks"), Stipe Erceg ("Der Baader Meinhof Komplex", "Hell") und Bernadette Heerwagen ("Die kommenden Tage").

SHAME

Bundesstart am 01. März

Brandon (Michael Fassbender), ein smarter New Yorker in den Dreißigern, hat es sich in seinem Leben augenscheinlich komfortabel eingerichtet. Als Ablenkung von der täglichen Jobroutine wirft er sich in ein exzessives Sexleben voll schneller Affären und One-Night-Stands...

The Liverpool Goalie - oder: wie man die Schulzeit überlebt

Starttermin: 15. März

Jo ist 13, gut in der Schule und dadurch eher der Außenseiter seiner Klasse. Erst das Auftauchen der neuen Schülerin Mari bewegt Jo dazu, aus sich heraus zu gehen... Auf dem Papier eine eher konventionelle Geschichte, wird „The Liverpool Goalie“ - es geht um das Sammeln von Fußball-Bildern - durch eine gelungene Mischung aus schwarzem Humor und nachdenklichen Momenten zu einem überaus sehenswerten Jugendfilm.

Krieg der Knöpfe

Film zum Sonntag am 25. März
Starttermin: 29. März

Die fünfte Verfilmung des Kinderbuchklassikers „Der Krieg der Knöpfe“ verlegt die Handlung in die Zeit des Zweiten Weltkriegs. Der spielerische Konflikt zwischen den Jugendlichen zweier Dörfer wird so von ernsten Themen überschattet, was Christophe Barratier wie schon in seinem Erfolgsfilm „Die Kinder des Monsieur Mathieu“ Gelegenheit gibt, ein nostalgisches Bild Frankreichs zu entwerfen, das vor allem durch den Witz und die Energie der Kinderdarsteller überzeugt.

Best Exotic Marigold Hotel

Film zum Sonntag am 11. März um 19 Uhr
Starttermin: 15. März

Sieben Engländer im höheren Alter (Bill Nighy, Maggie Smith, Tom Wilkinson, Judi Dench, Celia Imrie, Penelope Wilton, Ronald Pickup) reisen aus den unterschiedlichsten Gründen nach Indien und landen alle im "Best Exotic Marigold Hotel", das seine besten Zeiten schon hinter sich hat. Das Hotel, das von einem hoch-motivierten jungen Inder (Dev Patel) aus der Krise wieder zu altem Ruhm geführt werden soll, versprüht dennoch seinen ganz eigenen Charme. Und schon bald überträgt sich die magische Wirkung Indiens auf die Gruppe der Reisenden - bei jedem der Sieben auf seine ganz eigene Art.

Ruhm

Starttermin: 22. März

RUHM verbindet sechs komische und tragische, aberwitzige und berührende Geschichten, die sich zu einem verblüffend-faszinierenden Gesamtbild vereinen. In einem geschickten Spiel um Wirklichkeiten und Scheinwirklichkeiten erzählen sie von Schicksal und Zufall, Identität und Verschwinden, vor allem aber von der Sehnsucht, in einem anderen Leben zu Hause zu sein - wenn man es schon nicht im eigenen ist. Der Film basiert auf dem gleichnamigen Bestseller von Daniel Kehlmann, der sich bislang allein im deutschsprachigen Raum rund eine halbe Million Mal verkaufte.

Hugo Cabret

Demnächst

Regie-Genie Martin Scorsese steigt vom Gewaltopus-Olymp und präsentiert – einen Kinderfilm! Ein famoses Fantasy-Spektakel. Was beginnt wie eine harmlos herzensgute Charles Dickens-Geschichte um einen Waisenjungen in einem Pariser Bahnhof der 30er Jahre, entpuppt sich zusehends als virtuose Verneigung vor den Stummfilm-Pionieren, als leidenschaftliche Liebeserklärung an die Magie des Kinos sowie als opulente Ode an die Fantasie. Für Filmliebhaber Pflichtprogramm und Kür zugleich. Ein Oscar-Regen dürfte dem 69jährigen Maestro für seinen modernen Klassiker gewiss sicher sein.

Wer weiß, wohin?

Vorpremiere am 18. März
Starttermin: 22. März

Der neue Film der libanesischen "CARAMEL"-Regisseurin Nadine Labaki - ein engagiertes und witziges Plädoyer für Toleranz und Frieden in Form einer Komödie.
Warum Christen und Muslime aufeinander losgehen, schert Nadine Labaki wenig. Aus ihrer Sicht rechtfertigt kein einziger angeblicher Grund die Gewalt, die auch in ihrer Heimat Libanon immer wieder aufflackert. In ihrer Tragikomödie „Wer weiß, wohin?“ lässt Labaki gescheite Frauen munter mit unorthodoxen Friedensstrategien experimentieren, um die Gewalt im Keim zu ersticken. Konfessionsübergreifend entwickeln die Damen Ideen, die fast zu schön sind, um wahr zu sein.

Take Shelter - Ein Sturm zieht auf

Starttermin: 22. März

2011 war ein starkes Jahr für das unabhängige US-amerikanische Kino. Das zeigte sich vor allem in Cannes, wo "Drive" mit dem Regiepreis und "The Tree of Life" mit der Goldenen Palme ausgezeichnet wurden. Jetzt kommt mit "Take Shelter" der dritte US-Film in unsere Kinos, der an der Croisette die Kritiker begeisterte. Er erhielt dort den Grand Prix der Critics Week und den Preis der internationalen Filmkritik in Cannes. Noch etwas verbindet die zweite Regie-Arbeit von Nachwuchs-Talent Jeff Nichols mit "The Tree of Life": in beiden Filmen zeigt Hauptdarstellerin Jessica Chastain, warum sie zu den aufregendsten aufstrebenden Schauspielerinnen der USA gehört.

Und wenn wir alle zusammenziehen?

Film zum Sonntag am 1. April
Starttermin: 5. April

Fünf langjährige Freunde, allesamt Rentner, beschließen zusammenzuziehen, in eine Art Alten-WG. Doch die Tücken des Alters sorgen für allerlei Probleme, zumal Krankheiten und schließlich gar der Tod unausweichlich näher kommen. Ein schöner Film über das Älterwerden, der vor allem mit einer tollen Besetzung aufwarten kann, nämlich Geraldine Chaplin, Jane Fonda, Pierre Richard und Daniel Brühl.

Martha Marcy May Marlene

Bundesstart: 12. April

Martha (Elizabeth Olsen) war verschwunden. Als sie nach Jahren plötzlich wieder auftaucht und von ihrer älteren Schwester Lucy (Sarah Paulson) und dessen Mann Ted (Hugh Dancy) in deren einsamen Ferienhaus aufgenommen wird, wird nach und nach klar, dass sie Verstörendes erlebt hat.

Knerten traut sich

Vorpremiere am 8. April

Die Mutter des jungen Lillebor (Adrian Grønnevik Smith) verletzt sich bei einem Fahrradunfall. Lillebor vermutet, dass es dabei nicht mit rechten Dingen zuging und versucht der Sache auf den Grund zu gehen. Dabei hilft ihm das wundersame Zweigmännchen Knerten (Åsleik Engmark).
 


Alle Filmstarts auf einen Blick!