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Vorschau – demnächst im Thalia

(geplante Termine, ohne Gewähr)

Personal Shopper

Ab 19. Januar

Die Amerikanerin Maureen arbeitet in Paris als persönliche Einkäuferin für Stars und Sternchen. Doch eigentlich begreift sie sich als Medium, das mit Toten in Kontakt treten kann. Seit Wochen wartet sie auf ein Zeichen ihres verstorbenen Zwillingsbruders Lewis. Plötzlich bekommt sie geheimnisvolle Nachrichten von einer unbekannten Nummer. Ist es ihr Bruder, der aus dem Jenseits Kontakt zu ihr aufnimmt? Oder nur der sehr lebendige Geliebte ihrer Chefin, der es auf sie abgesehen hat?

Kristen Stewart stellt ihr Können erneut unter Beweis, wenn sie als Maureen inmitten der oberflächlichen Flüchtigkeiten einer modernen Welt voller Glamour auf der Suche nach Spiritualität und Wahrheit ist. PERSONAL SHOPPER ist ein komplexer Genre-Hybrid, der raffiniert Aspekte von Gruselfilm und Psychothriller verbindet. Regisseur Olivier Assayas wurde dafür bei den diesjährigen Filmfestspielen von Cannes mit dem Preis für die Beste Regie ausgezeichnet.

Manchester By The Sea

Ab 19. Januar

Filmische Trauerarbeit der subtilsten Form ist Kenneth Lonergans dritter Spielfilm „Manchester by the Sea“, der dem Autor und Regisseur hoffentlich endlich über das Urteil Geheimtipp erhebt und einem breiteren Publikum bekannt macht. Dass das Drama um einen Mann, der nach dem plötzlichen Tod seines Bruders mit seiner Vergangenheit konfrontiert wird, schon jetzt als einer der Favoriten für die nächste Oscar-Verleihung gilt, dürfte dabei helfen.

Nicht ohne uns!

Ab 19. Januar

Der Ansatz, den Sigrid Klausmann für ihre Dokumentation „Nicht Ohne Uns!“ gewählt hat, wirkt bekannt: 16 Kinder aus 14 Länder hat die Regisseurin beobachtet, zu Hause, in der Schule, hat sie über ihr Leben, ihre Wünsche und Träume befragt und die Ergebnisse zu einem erdumspannenden Film zusammen geschnitten. Ein ganz ähnliches Konzept hatte vor ein paar Jahren der französische Regisseur Pascal Plisson in seinen Film „Auf dem Weg zur Schule“ gewählt, doch die Unterschiede könnten nicht größer sein. Hatte Plisson vier Kinder in oft inszenierten Szenen gezeigt und suggeriert, dass das Leben überall auf der Welt im Kern identisch ist, geht Klausmann viel offener an ihr Thema heran, vor allem aber mit einem Blick, der nicht verklärt und auch nicht vor der harschen Realität zurückweicht. Dass Klausmann gleich 16 Kinder porträtiert, macht manche der Kinder zwar zu Randfiguren, die aber dennoch wichtig sind, um Kontraste und Ähnlichkeiten anzudeuten.

Weder die Unterschiede, noch die Ähnlichkeiten zwischen Kindern und ihren Lebenswelten, Wünschen und Ängsten werden überbetont, sondern gleichberechtigt nebeneinander gestellt. Das Leben in Österreich oder Deutschland ist nicht zwingend besser als das Aufwachsen in Peru oder Laos. Es mag einfacher und unkomplizierter sein, doch Hürden gibt es auf dem Lebensweg hier wie dort. (programmkino.de | Michael Meyns)

Suburra

Ab 26. Januar

Politik, Sex, Mafia, Drogen, Gewalt. Das sind die Zutaten von Stefano Sollimas wuchtigem Sittengemälde „Suburra“, das ist auch - glaubt man dem düsteren Epos und man darf ihm getrost glauben - die Essenz der italienischen Gesellschaft. Ein zutiefst unangenehmer, oft abstoßender Film, was in diesem Fall als großes Kompliment zu verstehen ist.

Kundschafter des Friedens

Ab 26. Januar

Eine Art Altherren-James-Bond ist die vergnügliche, selbstironische Komödie „Kundschafter des Friedens“. Henry Hübchen wird als früherer ostdeutscher Top-Spion aus dem Ruhestand geholt. Gemeinsam mit seinem nicht mehr ganz taufrischen Ex-Team soll er dem BND dabei helfen, einen entführten BND-Mitarbeiter, seinen ehemaligen Gegenspieler, aufzuspüren. Die deutsche Agentenkomödie nimmt sich selbst nicht allzu ernst und funktioniert gerade deshalb wunderbar als selbstironischer, ungezwungener Unterhaltungsfilm. Darüber hinaus verfügt das Werk, das fast schon in Richtung Spionagefilm-Parodie geht, mit Henry Hübchen über einen famosen, ideal besetzten Hauptdarsteller. An seiner Seite eine toughe Antje Traue und alte Haudegen wie Michael Gwisdek, Thomas Thieme und als Spionage-Romeo Winfried Glatzeder ("Die Legende von Paul und Paula"). Ein herzhaftes Vergnügen!

Bundesstart: 26. Januar 2017

Die feine Gesellschaft

Ab 26. Januar

Bruno Dumont erzählt mit arg bizarrem Humor von zwei gegensätzlichen Familien in der Normandie um 1900. Die prachtvoll ausgestattete Gesellschaftsgroteske ist kein leichter Film, die wenig eingängige Geschichte ist eine burleske, zeitweilig ziemlich makaber-böse Romeo-und-Julia-Variante, die sich letztlich einer Genre-Einordnung entzieht und zwischen Slapstick, exaltierten Späßen und blutigem Ernst operiert.

Jackie

Ab 26. Januar

Die Ermordung John F. Kennedys war das große Trauma der jüngeren amerikanischen Geschichte. Die Bilder vom Staatsbegräbnis gingen um die Welt. Der chilenische Regisseur Pablo Larraín beschränkt sein mitreißendes Drama klug auf diese schicksalhafte Zeit nach dem Attentat im November 1963. Sein erster englischsprachiger Spielfilm lenkt den Blick auf die geschockte Witwe. In den Tagen nach der Tragödie in Dallas steht das Leben der First Lady Kopf. Bravourös verleiht Oscarpreisträgerin Natalie Portman der kosmopolitischen Stilikone und beneideten High-Society-Lady ein menschliches Antlitz. Gleichzeitig zeigt sie damit, wie sehr die facettenreiche Kultfigur, allen Boulevardklischees zum Trotz, gegen das konventionelle Frauenbild ihrer Zeit ankämpft und unerschütterlich versucht, ein von Gewalt zerrissenes Amerika als zivilisierte, kultivierte Nation in die Geschichte einzuschreiben.

The Salesman

Ab 02. Februar

Mit „Nader und Simin – Eine Trennung“ gelang Asghar Farhadi der ganz große Coup: Gold samt zweimal Silber auf der Berlinale, danach obendrein der Oscar. Auch diesmal erweist sich der iranische Regisseur und Autor als grandioser Geschichtenerzähler. Abermals geht es um ein Ehepaar, dem die Harmonie abhanden kommt. Sowie um die Frage von Schuld, Sühne und Vergebung. Mit enormer Eleganz entwickelt sich dieses clever konstruierte Drama, das durch plausible Figuren sowie exzellente Darsteller überzeugt - und dabei spannend wie ein Thriller ausfällt.

Timm Thaler oder das verkaufte Lachen

Ab 02. Februar

Timm Thalers Lachen kann niemand widerstehen. Es ist so ansteckend und entwaffnend, dass der schwerreiche Baron Lefuet es unbedingt besitzen will. Und so schlägt Lefuet dem Waisenjungen einen ungewöhnlichen Handel vor: Wenn Timm ihm sein Lachen verkauft, wird er in Zukunft jede Wette gewinnen. Timm unterschreibt den Vertrag. Dank der neuen Fähigkeit kann der Junge sich nun scheinbar alle Wünsche erfüllen, aber ohne sein Lachen wird er auch immer einsamer und gerät mehr und mehr in die Fänge des teuflischen Barons. Doch Timms Freunde Ida und Kreschimir setzen alles daran, damit er sein Lachen zurückerhält. Wird es ihnen gemeinsam mit Timm gelingen, den Baron zu überlisten?

Volt

Ab 02. Februar

Allzu selten wagt sich das deutsche Kino an Genrestoffe, an dystopische Zukunftsvisionen noch viel seltener. Allein das macht Tarek Ehlails „Volt“ bemerkenswert, der zudem die aktuelle Flüchtlingsthematik auf interessante Weise weiterdenkt. Die außerordentliche Besetzung belegt schließlich, wie sehr deutsche Schauspieler nach der Möglichkeit lechzen, sich in Genre-Filmen zu versuchen, auch wenn das Endergebnis doch etwas plakativ ist.

Madame Christine und ihre unerwarteten Gäste

Ab 09. Februar

Mit satirischem Humor und viel Menschlichkeit lässt Alexandra Leclère in ihrer turbulenten Komödie Arm und Reich aufeinanderprallen: Wegen des harten Winters beschließt die französische Regierung, dass Wohnungslose von denen aufgenommen werden müssen, die genug Platz zur Verfügung haben. Ein luxuriöses Wohnhaus in Paris wird zum Ausgangspunkt einer Story, in der niemand von Spott und Häme verschont bleibt. Das Ergebnis ist eine Sozialkomödie, die sich in Sachen Anspruch und Komik mit den Kinoerfolgen der letzten Jahre – siehe „Ziemlich beste Freunde“ oder „Monsieur Claude und seine Töchter“ – durchaus vergleichen lässt. Beste Unterhaltung!

Der Eid - Ein Island-Thriller

Ab 09. Februar

"Ein Mann sieht Rot" - verlegt in die verschneite, hermetische Welt Islands, so wirkt „Der Eid“ oft. Er gibt sich als harter Selbstjustiz-Thriller, doch unter der Oberfläche erzählt der nach einigen Hollywood-Abenteuern in seine Heimat zurückgekehrte Baltasar Kormákur ein dichtes Familiendrama, in dem er selbst die Rolle eines Vaters spielt, der zwischen Berufsethos und Schutz seiner Tochter hin- und hergerissen ist.

The Girl With All The Gifts

Ab 09. Februar

In einer nicht allzu fernen Zukunft: Eine aggressive Pilzinfektion hat fast die gesamte Menschheit in fleischfressende, Zombie-artige Wesen – sogenannte „Hungries“ – verwandelt. Nur eine kleine Gruppe infizierter Kinder verspricht Hoffnung auf ein Heilmittel: Sie können ihren „Fressimpuls“ kontrollieren, weil ihr Verstand noch nicht der Infektion zum Opfer gefallen ist. In einer Militärbasis werden sie von der Wissenschaftlerin Dr. Caldwell (Glenn Close) grausamen Experimenten unterzogen und besuchen unter dem wachsamen Auge von Sergeant Parks (Paddy Considine) täglich den Schulunterricht. Doch ein Mädchen unter ihnen ist anders: Die junge Melanie (Sennia Nanua) übertrifft ihre Mitschüler an Intelligenz, ist wissbegierig, einfallsreich und vergöttert ihre Lieblingslehrerin, Miss Helen Justineau (Gemma Arterton). Als die Basis von einer Horde Hungries überrannt wird, kann Melanie zusammen mit Helen, Sergeant Parks und Dr. Caldwell gerade noch entkommen. In einer in Chaos und Zerstörung versunkenen Welt muss Melanie bald nicht nur über ihre eigene Zukunft, sondern das Schicksal der gesamten Menschheit entscheiden.

Elle

Ab 16. Februar

Mit Ende Siebzig ist Paul Verhoeven (BASIC INSTINCT, ROBOCOP) nach mehr als 15 Jahren zum Genrefilm zurückgekehrt - und hat für ELLE nach einer gefeierten Weltpremiere in Cannes, die vielleicht besten Kritiken seiner langen Karriere bekommen. Ausgerechnet für einen Rape-Revenge-Thriller, der provokant mit Opfer- und Täterrollen spielt, trotz des Themas erstaunlich humorvoll ist und auf jegliche Moralisierung verzichtet.

Das verdankt Verhoeven nicht zuletzt Isabelle Huppert, die einer fast unmöglichen Rolle absolute Glaubwürdigkeit verleiht. Sie spielt die knallharte Geschäftsfrau Michèle, die gleich zu Beginn des Films von einem maskierten Mann in ihrem Haus brutal vergewaltigt wird. Doch scheint sie das nicht sonderlich aus der Bahn zu werfen: Warum geht sie nicht zur Polizei? Wer ist der Angreifer? Ist er Teil eines Spiels, einer sexuellen Fantasie? Die Antworten werden jeden Zuschauer überraschen.

Empörung

Ab 16. Februar

Als erfolgreicher Indie-Produzent und Drehbuchautor ist James Schamus (Jahrgang 1959) im Filmgeschäft kein unbeschriebenes Blatt. Für seine Adaption des 2008 veröffentlichten Romans „Empörung“ des US-Schriftstellers Philip Roth („Der menschliche Makel“) dachte Schamus zunächst an Ang Lee als Regisseur. Mit Lee verbindet ihn seit Anfang der 90er-Jahre eine künstlerische Zusammenarbeit, die Kinodramen wie „Der Eissturm“ (1997) oder „Brokeback Mountain“ (2005) umfasst. Doch letztlich nahm Schamus erstmals selbst auf dem Regiestuhl Platz. Sein beim Filmfestival von Sundance und im Panorama der Berlinale aufgeführtes Gesellschaftsdrama seziert die Ohnmacht eines von Logan Lerman („Percy Jackson“,„Herz aus Stahl“) sehr nuancenreich gespielten Heranwachsenden gegenüber der engstirnigen McCarthy-Prüderie.

T2 Trainspotting

Ab 16. Februar

Zwei Jahrzehnte nachdem Ewan McGregor alias Mark Renton kopfvoraus in der wohl ekligsten Toilette der Welt gelandet ist, kommt 2017 endlich der langersehnte zweite Teil T2: TRAINSPOTTING in die Kinos.

Nicht nur übernahm Danny Boyle („Steve Jobs“; „Slumdog Millionaire“) abermals die Regie, zur Fortsetzung des wohl schrägsten Trips der Kinogeschichte hat sich mit Ewan McGregor, Ewen Bremner, Jonny Lee Miller und last but not least Robert Carlyle auch der Original-Cast wieder zusammengefunden. Renton, Spud, Sick Boy und Begbie sind zwar älter, aber sicherlich nicht reifer geworden und lassen keine Gelegenheit aus, sich in Schwierigkeiten zu bringen.

Mein Leben als Zucchini

Ab 16. Februar

Courgette, zu Deutsch Zucchini, ist der außergewöhnliche Spitzname eines kleinen, neunjährigen Jungen, der nach dem plötzlichen Tod seiner Mutter in einem Heim aufwächst. Hier lernt er andere Kinder kennen, die ebenfalls aus schwierigen familiären Verhältnissen stammen. Mit ihnen zusammen versucht er, sein Leben in richtige Bahnen zu lenken und erfährt, was Freundschaft, Zusammenhalt und Vertrauen bedeuten. MEIN LEBEN ALS ZUCCHINI von Regisseur Claude Barras ist ein großartiger und berührender Stop-Motion-Film für die ganze Familie. Im Juni gewann der Film auf dem diesjährigen Annecy Animated Film Festival, dem weltweit wichtigsten und größten Festival für Animationsfilm, den begehrten Cristal Award und den Publikumspreis.

Bibi & Tina 4 - Tohuwabohu Total

First Look am 19. Februar um 16.15 Uhr

Ab 23. Februar

Das TOHUWABOHU ist perfekt: BIBI & TINA begegnen einem ruppigen Ausreißer, der sich als Mädchen entpuppt und von seiner Familie verfolgt wird. Das Familienoberhaupt ist weltfremd, engstirnig und stur, den kann man nicht überzeugen und selbst BIBI kommt mit Hexerei nicht weiter. Außerdem ist Schloss Falkenstein “under construction“ und der Graf völlig überfordert, während Alex ein Musik-Festival auf Falkenstein plant und sich seinem Vater widersetzt. Und als wäre das nicht genug, wird Tina schließlich auch noch entführt. Bei all dem Chaos wird am Ende eines ganz klar: Wirkliche Veränderungen entstehen durch gemeinsame Aktionen und Anstrengungen, und nicht nur durch Hexerei.

Lion

Ab 23. Februar

Die besten Geschichten schreibt bekanntlich das Leben. Eine solch starke Story ist jene des kleinen Jungen, der am Bahnhof vergessen wird. Nach einer Odyssee durch halb Indien landet der Knirps im Heim. Wird von einem Paar in Australien adoptiert. Und macht sich 20 Jahre später auf die Suche nach seiner leiblichen Familie. Gelungenes Gefühlskino, das die richtigen Knöpfe drückt, ohne zu dick aufzutragen. Das konventionelle Strickmuster samt sattem Klangteppich sowie ein paar Kitsch-Kalorien können in diesem Genre getrost durchgehen. Überragend ist ein fünfjähriger Kinderdarsteller, der selbst einer überzeugenden Nicole Kidman locker die Show stiehlt. Bei den Oscars dürfte dieser Löwe laut brüllen – nicht zuletzt, weil Hollywood-Schwergewicht Harvey Weinstein hier als Dompteur fungiert.

Europa - Ein Kontinent als Beute

Ab 23. Februar

Was ist das für eine (feine) Gesellschaft in der wir leben? Was passiert gerade in Europa? Und warum? Nachdem die europäischen Staaten und Völker in den letzten Jahrzehnten immer enger zusammengewachsen sind, greift seit dem "Ausbruch der Finanzkrise" Völkerhass, Klassenkampf von oben und egoistischer Nationalismus immer offener um sich. Dabei: Ist die "Finanzkrise" nicht eine große Nebelkerze, um die Umverteilung des Vermögens von unten nach oben immer dreister voranzutreiben? Westliche Demokratien wie Griechenland und Portugal verloren im Zuge der gehypten Krise Stück für Stück ihre staatliche Souveränität. Über viele Jahrzehnte erkämpfte Arbeitsrechte sowie Sozialstandards wurden im Zuge einer Schock-Therapie im Handstreich hinweg gefegt. Flankiert von repressiven Maßnahmen wie Versammlungsverboten, geheimen Handelsabkommen, neuen Polizei- und Überwachungsgesetzen werden flächendeckende Privatisierungen und die Macht großer Konzerne in immer mehr europäischen Ländern durchgeboxt. In ruhigen Bildern und konzentrierten Interviews erzählt EUROPA - EIN KONTINENT ALS BEUTE von den ökonomischen und privatwirtschaftlichen Verflechtungen und Einflüssen hin zur fundamentalen Krise Europas. Während ein Politiker, ein Historiker und ein Börsenmakler versuchen, die groteske Situation zu analysieren, nimmt uns der Film auf eine Reise durch Spanien und Portugal mit. Dort erzählen Aktivist/innen von korrupten Eliten und den täglichen Kämpfen um lebenswerte Alternativen, von ungleichen Chancen und kleinen Hoffnungen. Eine markante Bestandsaufnahme.

Der junge Karl Marx

Ab 02. März

DER JUNGE KARL MARX ist großes historisches Kino über die Begegnung zweier Geistesgrößen, die die Welt verändern und die alte Gesellschaft überwinden wollten. In großen Bildern und mit viel Sensibilität erzählt Regisseur Raoul Peck die Entstehungsgeschichte einer weltbekannten Idee, als Porträt einer engen Freundschaft. Ihm gelingt ein so intimer wie präziser Blick in die deutsche Geistesgeschichte, die durch zwei brillante und gewitzte Köpfe seit der Renaissance nicht mehr so grundlegend erschüttert wurde.

Wilde Maus

Ab 09. März

Jahrzehnten als etablierter Musikkritiker mit spitzer Feder für das Feuilleton einer Wiener Zeitung schreibt. Doch dann wird er überraschend von seinem Chefredakteur (Jörg Hartmann) gekündigt: Sparmaßnahmen. Seiner jüngeren Frau Johanna (Pia Hierzegger), deren Gedanken nur um ihren nächsten Eisprung und das Kinderkriegen kreisen, verheimlicht er den Rausschmiss und sinnt auf Rache.

Dabei steht ihm sein ehemaliger Mitschüler Erich (Georg Friedrich) zur Seite, dem Georg in seiner neu gewonnenen Freizeit hilft, eine marode Achterbahn im Wiener Prater wieder in Gang zu setzen. Georgs nächtliche Rachefeldzüge gegen seinen ehemaligen Chef beginnen als kleine Sachbeschädigungen und steigern sich, zu immer größer werdendem Terror. Schnell gerät sein bürgerliches Leben völlig aus dem Ruder…


Alle Filmstarts auf einen Blick!