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Vorschau – demnächst im Thalia

(geplante Termine, ohne Gewähr)

Maggies Plan

Ab 04. August

Fast ein eigenes Genre sind inzwischen Filme, in denen Greta Gerwig eine junge Frau spielt, die meist in New York lebt und nach ihrem Platz im Leben sucht. Rebecca Millers „Maggie's Plan“ ist eine amüsante Variation dieser Gerwig-Filme: eine hochkarätig besetzte, spritzige und moderne Großstadtkomödie über die unplanbaren Zufälle im Leben und in der Liebe - pointiert, emotional, sehr unterhaltsam.

Julieta

Ab 04. August

Spätestens mit dem missglückten „Fliegende Liebende“ schien Pedro Almodóvar seine Linie verloren zu haben, die ihn zum erfolgreichsten spanischen Regisseur der Filmgeschichte gemacht hatte. Mit seinem neuen Film „Julieta“, der im Wettbewerb des Festivals von Cannes gezeigt wurde, findet er zu alter Klasse zurück, entwickelt seinen Blick auf weibliche Emotionen dabei jedoch behutsam weiter.

Willkommen im Hotel Mama

Ab 11. August

Eine letzte Runde dreht Stéphanie (Alexandra Lamy) noch in ihrem Sportwagen, dann gibt sie die Schlüssel ab. Ihre Ehe ist schon lange gescheitert, den gemeinsamen Sohn sieht sie nur einmal in der Woche und nun ist auch noch ihr Architekturbüro, das sie zusammen mit ihrer besten Freundin Charlotte (Cécile Rebboah) geführt hat, Pleite gegangen. So muss die 40jährige schweren Herzens zu ihrer Mutter Jacqueline (Josiane Balasko) zurückkehren, in die Wohnung ihrer Kindheit. Mitten in Aix in der Provence lebt Jacqueline, zusammen mit einer Katze und einem Liebhaber im selben Haus. Doch von dem dürfen weder Stéphanie, noch die beiden anderen Geschwister Nicolas (Philippe Lefebbvre) und Carole (Mathilde Seigner) etwas wissen, denn der Vater ist erst vor einem Jahr verstorben und die auch nicht mehr ganz jungen Kinder erweisen sich als konservativer, als die lebenslustige, umtriebige Mutter.

Zurück nach Hause, zurück zur Mama: Es ist ein klassisches Komödienthema, dass der französische Regisseur Èric Lavaine in seinem Film "Willkomnmen im Hotel Mama" nur leicht variiert. Vor allem die Schauspiellegende Josiane Balasko überzeugt dabei und verleiht der ansonsten leichten Muße einige Tiefe.

Genius - Die tausend Seiten einer Freundschaft

Vorpremiere am 8. August: EINTRITT FREI - Die Karten können nur reserviert und auch erst am Spieltag abgeholt werden!

Ab 11. August

Hinter jedem starken Mann steht bekanntlich eine starke Frau – bisweilen aber auch ein smarter Mann. So im Fall der amerikanischen Literatur-Ikone Thomas Wolfe. Der putzt erfolglos die Klinken der New Yorker Verlagshäuser – bis ein Lektor sein Talent entdeckt und diesen literarischen Rohdiamanten mit engagiertem Einsatz zu einem gefeierten Schriftsteller-Genie schleift. Ein angenehm unverstaubtes Biopic, bei dem Jude Law als extrovertierter Künstler dem Affen Zucker gibt, derweil Colin Firth als stiller Mentor mit maximalem Minimalismus auftritt – und dabei stets und stolz seinen Hut trägt. Man erlebt zwei ungleiche Genies bei der Arbeit und bekommt einen nostalgischen Blick auf die schillernde Literaturszene der Goldenen Zwanziger Jahre. Hut ab!

BFG Big Friendly Giant

Ab 11. August im Kinderprogramm

In einem Waisenhaus in London lebt die achtjährige Sophie (Ruby Barnhill) und träumt von einer aufregenden Welt außerhalb der Mauern ihres Heims. Eines nachts wird ihr Traum war: Ein Riese greift durch das offene Fenster, nimmt Sophie vorsichtig in die Hand und entführt sie ins Land der Riesen. Denn Sophie hat den acht Meter großen BFG (kurz für Big Firendly Giant, großer, freundlicher Riese) gesehen, und damit sie dieses Geheimnis nicht verrät, muss sie fortan beim BFG bleiben.

Im Gegensatz zu den sonstigen Riesen seiner Heimat, die mit Vorliebe Kinder essen, ist der BFG - wie sein Name schon verrät - freundlich. Er ernährt sich ausschließlich von einem widerlichen Gemüse und arbeitet ansonsten daran, den Menschen mit seiner Trompete Träume zuzuführen. Doch mit der Ankunft Sophies ist auch seine Situation gefährdet und so spinnt das Duo einen gewagten Plan, um die bösen Riesen zu besiegen.

Captain Fantastic - Einmal Wildnis und zurück

Ab 18. August

Der hochgebildete Ben (Viggo Mortensen) lebt aus Überzeugung mit seinen sechs Kindern in der Einsamkeit der Berge im Nordwesten Amerikas. Er unterrichtet sie selbst und bringt ihnen nicht nur ein überdurchschnittliches Wissen bei, sondern auch wie man jagt und in der Wildnis überlebt. Als seine Frau stirbt, ist er gezwungen mitsamt der Sprösslinge seine selbst geschaffene Aussteigeridylle zu verlassen und der realen Welt entgegenzutreten. In ihrem alten, klapprigen Bus macht sich die Familie auf den Weg quer durch die USA zur Beerdigung, die bei den Großeltern stattfinden soll. Ihre Reise ist voller komischer wie berührender Momente, die Bens Freiheitsideale und seine Vorstellungen von Erziehung nachhaltig infrage stellen…

Alles was kommt - L´Avenir

Ab 18. August

Auch in ihrem fünften, auf der Berlinale vielbeachtetem Spielfilm "L'Avenir" bleibt die französische Regisseurin Mia Hansen-Love ihrem Stil treu: Sie zeigt das Leben in genau beobachteten Szenen, ohne künstliche Höhe- oder Tiefpunkte, die die Komplexität ihrer Figuren nur behutsam offenbaren. Hier ist das eine von Isabelle Huppert gespielte Philosophie-Dozentin, deren Leben vor gravierenden Umwälzungen steht.

El Olivo - Der Olivenbaum

Ab 25. August

Ein emotionales Märchen ist "El Olivo - Der Olivenbaum", der neue Film von Icíar Bollaín, die zuletzt mit "También la Lluvia - Und dann der Regen" in Deutschland im Kino war. Wie sich das für ein Märchen gehört, ist auch "El Olivo" moralisch und erzählt vom materiellen und vor allem emotionalen Ausverkauf, den Spanien durch die Wirtschaftskrise seit Jahren erleidet.

Die fast perfekte Welt der Pauline

Ab 25. August

Sie könnte keiner Maus etwas zuleide tun, und doch erschreckt die als Alleinunterhalterin bei Kindergeburts- und Seniorennachmittagen ihren Lebensunterhalt verdienende Pauline eines Tages einen Mann derart, dass der in ein Koma fällt. Von Schuldgefühlen geplagt besucht sie ihn täglich im Krankenhaus, nistet sich in seiner Wohnung ein, übernimmt gar seinen Platz an einer Musikschule. Amüsant, charmant und ein kleines bisschen verrückt ist diese leichte Komödie von Regiedebütantin Marie Belhomme durchaus. Isabelle Carré wandelt darin als ewiger Tollpatsch auf den Spuren von Sandra Bullock.


Alle Filmstarts auf einen Blick!