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Der russische Salon

Im geselligen Beisammensein nach den Vorstellungen, bietet der „Cinematograph - Salon für russische Filme“ zu allen Filmveranstaltungen einen kleinen Imbiss, Getränke und natürlich das Wichtigste: Gespräche mit Gästen und untereinander!

Der Eintrittspreis für die Filmveranstaltungen beträgt 10 EUR (inkl. 3 EUR für den Imbiss). Sonderveranstaltungen sind mit gesonderten Eintrittspreisen gekennzeichnet und finden meist ohne Imbiss und Getränke statt. Änderungen vorbehalten , doch nicht gewollt!


Bilder der Eröffnungsveranstaltung gibt es hier.

Paradies

Am 01. Oktober um 17 Uhr mit Imbiss und Gespräch

Das kollektive Gedächtnis lässt nach. Umso wichtiger scheint, es an den barbarischen Horror des Holocaust zu erinnern. Auch der große russische Autorenfilmer Andrei Konchalovsky versucht in seiner preisgekrönten Schwarz-Weiß-inszenierten Parabel über die NS-Gräuel die Erinnerung daran wach zu halten. Stilistisch radikal verknüpft er brillant die Schicksale seiner drei Protagonisten: Der russischen Adeligen und Widerstandskämpferin Olga, des französischen Kollaborateurs des Vichy-Regimes Jules, und des preußischen SS-Offiziers Helmut. Vor allem die unverhohlene Idealisierung der NS-Ideologie durch den jungen Nazi, der vor einer Art göttlicher Filmkamera sein Handeln rechtfertigt, wirkt erschreckend authentisch.

Der Duellist

Am 08. Oktober um 17 Uhr mit Imbiss und Gespräch

Deutsche Sprachfassung

Es fällt leicht bei Alexei Mizguirevs „Der Duellist“ an die russische Klassik zu denken, an große Romane, in denen von Eifersucht, Macht, Liebe und Blutrache die Rede ist, Geschichten beschrieben werden, die sich vor den prachtvollen Kulissen und Kostümen des Zarenhofs abspielten. Dementsprechend aus der Zeit gerückt wirkt dieser Film, voller Pathos, Gewalt und Macho-Attitüden, die dann doch auch ins zeitgenössische Russland zu passen scheinen.

Bolschoi Balett Live:

Le Corsaire

Am 22. Oktober um 16 Uhr

Seit mehr als Hundert Jahren gehört das Ballett „le Corsaire“ zu einem der beliebtesten Balette des klassischen Repertoires. Die Choreografie stammt von Marius Petipa. Der renommierte Choreograf präsentierte in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts mehrere Versionen des Balletts, dem er immer wieder neue Teile hinzufügte.

„Le Corsaire“ ist eine farbenprächtige, orientalische Ballettaufführung, die die Liebesgeschichte der Medora und Conrads in eine exotische Welt mit Haremsfrauen, Paschas, Sklavenhändlern, verschleierten und vertauschten Bräuten verpackt.

Attraction

Am 29. Oktober um 17 Uhr mit Imbiss und Gespräch

Deutsche Sprachfassung

Nachdem ein mysteriöses außerirdisches Raumschiff in Moskau eine Bruchlandung hingelegt hat, liegen große Teile der russischen Metropole in Schutt und Asche. Das UFO in Form eines gigantischen Gyroskops war kurz zuvor während eines seltenen astronomischen Phänomens im Orbit der Erde aufgetaucht und dann aus unerklärlichen Gründen abgestürzt. Ebenso unklar wie die Absturzursache ist zunächst, warum und mit welcher Absicht die Aliens überhaupt auf die Erde gekommen sind. Wollen sie ihr Wissen mit der Menschheit teilen oder den blauen Planeten erobern? Nur eines ist gewiss: Nachdem einige Auserwählte einen Blick ins Innere des Raumschiffs erhaschen konnten, beginnen sie ihre gesamte Existenz und den Ursprung der Menschheit in Frage zu stellen. Andere wiederum, darunter jene, die beim Absturz des UFOs Angehörige und Freunde verloren haben, sind den außerirdischen Gästen weit weniger freundlich gesonnen und wollen die Aliens schnellstmöglich wieder vertreiben.

Mathilde

Am 05. November um 17 Uhr mit Imbiss und Gespräch

Deutsche Sprachfassung

Nikolaus (Lars Eidinger) wird als Thronerbe Russlands von den schönsten Frauen des Landes angehimmelt – doch seine Aufmerksamkeit gilt nur einer: der weltberühmten Primaballerina Mathilde Kshessinsksa (Michalina Olszanska). Die erste flüchtige Begegnung wird zu einer leidenschaftlichen und glücklichen Romanze, die man am Hofe aber nicht gerne sieht, denn in den Augen der herrschenden Klasse ist Mathilde keine standesgemäße Partie. Das muss schließlich auch Nikolaus schmerzlich akzeptieren, als bei einem Zugunglück Zar Alexander III (Sergey Garmash) schwer verletzt wird und sein pflichtbewusster Sohn vorzeitig die Staatsgeschäfte übernimmt. Als der Zar schließlich im Sterben liegt, wird Nikolaus in die Vernunftsehe mit Prinzessin Alix von Hessen (Luise Wolfram) gedrängt. Doch seine Mathilde kann er nicht vergessen…

Yulas Welt

Am 19. November um 17 Uhr mit Imbiss und Gespräch

Russische Sprachfassung mit deutschen Untertiteln

Im Jahr 2000 beginnt die oscarnominierte Filmemacherin Hanna Polak die damals erst zehnjährige Yula mit ihrer Kamera zu begleiten und die Welt, in der sie lebt, einzufangen. Yula lebt mit ihrer Mutter in der eigentlich verbotenen Zone von Svalka, der größten Müllhalde Europas, die sich nur 20 Kilometer von Moskau entfernt befindet. Ein Leben in völliger Trostlosigkeit, an einem Ort, der von außen schwer bewacht wird, in dessen Inneren die Mafia das Sagen hat und Wodka die alles bestimmende Währung ist. Inmitten dieser widrigen Umstände versucht Yula, als ganz normales Mädchen aufzuwachsen und erfährt sogar ihre erste große Liebe – allerdings auch mit all ihren schwerwiegenden Folgen. Nebenbei muss sie sich um ihre alkoholkranke Mutter kümmern und möglichst nie das Ziel aus den Augen verlieren, eines Tages dem Dreck den Rücken zu kehren.