Empört Euch und macht´s besser!

Unter diesem Motto laufen jeden Mittwoch Dokumentarfilme, die einerseits über die zum Teil verheerenden ökologischen und ökonomischen Verhältnisse unserer Welt informieren (Empört Euch), aber auch Filme, die Lösungen für eine bessere Welt auf allen Ebenen zeigen. (Macht´s besser). Sooft es geht, laden wir dazu Gäste ein.

Natürlich passen nicht alle Dokumentarfilme in diese Kategorien und natürlich spielen wir viele Dokus nicht nur mittwochs. Für alle gilt: Ihr findet sie auf dieser Seite.   

Am 22. August um 18.45 Uhr

In diesem Doku­men­tar­film thema­ti­siert die Produ­zentin und Regis­seurin Nicki A. Brock die Idee des bedin­gungs­losen Grund­ein­kom­mens, reflek­tiert gemeinsam mit Ihren Inter­view­part­nern die Lage in Europa, vergleicht Modelle in Afrika und Indien, stellt das aktuell laufende finnische Projekt vor, erläutert den Schweizer Versuch, das Bedin­gungs­lose Grund­ein­kommen in dem Volks­ab­stim­mungs­staat gangbar zu machen und hinter­fragt die Sachlage bei den Deutschen. Sie disku­tiert mit Befür­wor­tern und Gegnern, Initia­toren und Unter­s­tüt­zern vor dem Hinter­grund, ob und wie ein Bedin­gungs­loses Grund­ein­kommen für uns möglich wäre.

Am 29. August um 18.30 Uhr

Arabische Sprachfassung mit deutschen Untertiteln

Kairo im Jahr 2009, zwei Jahre vor der ägyptischen Revolution. Khalid ist Filmemacher und arbeitet an einem Porträt seiner Heimatstadt. Immer wieder sieht er seine Bilder an, als warte er darauf, dass sie einen Sinn ergeben. Die Geschichten seiner Protagonist*innen scheinen von irgendwoher aus seinem Inneren zu stammen, in der Außenwelt sucht er nach Anknüpfungspunkten, doch je mehr er sucht, desto mehr scheinen sie zu verschwinden. Nicht abrupt, sondern in Momenten voller Zartheit verabschiedet er sich von seiner Freundin, die ihn verlässt, von seiner kranken Mutter, von Freunden, die auf Besuch in der Stadt waren. Für sie stellt Kairo einen Fixpunkt da: Der Eine hat Bagdad verlassen und lebt als Flüchtling in Berlin, der Andere ist dort geblieben, der Dritte lebt im aufgewühlten Beirut. Als sie beschließen, Khalid Videomaterial aus ihren Städten zu schicken, geht es weniger darum, ihm bei seinem Film zu helfen, als dadurch die Verbindung zu etwas aufrechtzuerhalten, was sie noch in Kairo verorten, wohl wissend, dass es bereits ein Phantasma ist.

Mit Regisseur Heinz Brinkmann

Am 05. September um 18.30 Uhr

Regisseur Heinz Brinkmann, der selbst aus Heringsdorf stammt, versammelt 25 Jahren nach seinem Film »Usedom - Ein deutsches Inselleben« neue Geschichten von Insulanern, die auf unterschiedliche Weise nach Usedom kamen und zu Gastgebern für Millionen von Urlaubern wurden. Usedom - Der freie Blick aufs Meer beschreibt die deutsch-polnische Insel als einen Ort, an dem der europäische Gedanke des nationalen Zusammenwachsens so stark gelebt wird wie kaum anderswo. Er zeigt aber auch den immer schärfer ausgetragenen Konflikt zwischen der Bewahrung einer einzigartigen Bäderarchitektur und der Errichtung von neuen, verwechselbaren Luxus-Quartieren durch auswärtige Investoren. Ein nostalgisch- heiterer Streifzug über die berühmte Urlaubsinsel mit nachdenklichen Blicken.

Mit Regisseur Rasmus Gerlach

Am 12. September um 18.45 Uhr

Der Film eröffnet mit der Aktion der „Frau auf dem Panzer“ am 7. 7. 2017 in der Kaiser-Wilhelm-Straße nah am Brahmsplatz. Eine junge Frau klettert auf einen Polizei-Panzer. Für einen Moment steht sie oben auf dem Dach. Dann beginnt die Polizei zu reagieren. Ein junger Mann filmt die Szene von seinem Balkon und entscheidet sich, sie per Live-Stream um den Globus zu schicken. Auch ein spanischer Journalist filmt diese besondere Performance auf der Straße und veröffentlicht seine Bilder via Twitter. Presse-Fotografen sind vor Ort - was vielleicht daran liegen mag, dass sich die Szene direkt vorm Gebäude des Springer-Konzerns abspielt.

Mit den Regisseuren Ronja von Wurmb Seibel und Niklas Schenck & der Heinrich Böll Stiftung

Am 18. September um 20 Uhr

Kabul, 11. Dezember 2014. Bei der Premiere eines Theaterstücks über Selbstmordanschläge sprengt sich ein 17 Jahre alter Junge in die Luft. Manche Zuschauer klatschen - sie halten die Explosion für eine besonders realistische Inszenierung. Erst als Panik ausbricht, verstehen sie, was passiert ist. Der Dokumentarfilm TRUE WARRIORS erzählt die Geschichte der Schauspieler und Musiker, die an diesem Tag auf der Bühne standen. Sie wollten mit ihrem Stück über Selbstmordanschläge ein Zeichen setzen gegen den Terror, der ihre Gesellschaft zerfrisst. Jetzt sind sie selbst vor Angst gelähmt. Jemals wieder Theater spielen? Nicht vorstellbar. Als Musiker berühmt werden? Viel zu gefährlich.

Mit Infoständen von Greenpeace

Am 19. September um 18.30 Uhr

Oberpfalz, 1980er Jahre: Die Arbeitslosenzahlen steigen und der Landrat Hans Schuierer (Johannes Zeiler) steht unter Druck, Perspektiven für die Bevölkerung zu schaffen. Da erscheinen ihm die Pläne der Bayerischen Staatsregierung wie ein Geschenk: In der beschaulichen Gemeinde Wackersdorf soll eine atomare Wiederaufbereitungsanlage (WAA) gebaut werden, die wirtschaftlichen Aufschwung für die ganze Region verspricht. Doch als der Freistaat ohne rechtliche Grundlage mit Gewalt gegen Proteste einer Bürgerinitiative vorgeht, die sich für den Erhalt der Natur in ihrer Heimat einsetzt, steigen in Schuierer Zweifel auf. Vielleicht ist die Anlage doch nicht so harmlos wie behauptet. Er beginnt nachzuforschen und legt sich mit der mächtigen Strauß-Regierung an.

Mit Regisseur Chris Jordan und Zusammenarbeit des PIK

26. September um 20 Uhr ( Englische Sprachfassung )

The journey of ALBATROSS began in 2008 as a collaboration with my friend, activist/photographer Manuel Maqueda. Studying the newly-emerging issue of ocean plastic pollution, we learned of a stunning environmental tragedy taking place on a tiny atoll in the center of the vast North Pacific Ocean. We immediately began planning an expedition there, and on our first trip to Midway Island in September of 2009, we and our team photographed and filmed thousands of young albatrosses that lay dead on the ground, their stomachs filled with plastic. The experience was devastating, not only for what it meant for the suffering of the birds, but also for what it reflected back to us about the destructive power of our culture of mass consumption, and humanity's damaged relationship with the living world.

Am 28. September um 18.30 Uhr

ZENTRALFLUGHAFEN - THF ist kein Film über Flüchtlinge, sondern über Gegensätze. Die in den sieben Hangars lebenden Geflüchteten träumen von einem Neuanfang, einem besseren Leben und einem Alltag in Deutschland, während draußen auf dem Feld mindestens so viele Bewohner der Stadt Berlin tagtäglich versuchen, ihrem Alltag zu entkommen, indem sie sich auf den ehemaligen Start- und Landebahnen auf einen Marathon vorbereiten, die ausgefallensten Fortbewegungsmittel ausprobieren und sich zum Spielen und Grillen mit ihren Freunden verabreden. Einige von ihnen träumen sich davon, andere träumen von einer neuen und besseren Stadt.

Am 03. Oktober um 18.30 Uhr ( Original Sprachfassung mit deutschen Untertiteln )

Drei Geschichten, jede zeigt ein anderes Algerien – zwischen Elendsquartieren und Oberklasse- Apartments, ländlicher Weite und urbanem Moloch, Tradition und Moderne.

Eine junge Frau fährt zu ihrer Hochzeit mit einem älteren Mann und teilt mit dem Fahrer ein intimes Geheimnis. Ein ehrgeiziger Neurochirurg wird plötzlich vom algerischen Bürgerkrieg in den 90er Jahren eingeholt; Und ein wohlhabender Projektentwickler wird Zeuge einer brutalen Schlägerei und unternimmt nichts. Eindrücklich und emotional zeichnet Until the Birds Return das Bild eines Landes, das auf der Suche ist – nach Stabilität, nach Aufbruch, nach sich selbst.