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Polnischer Filmclub der Uni Potsdam

Studierende der Polonistik präsentieren das neue polnische Kino. Nach einer Einführung folgt der Film (OF mit dt. Untertiteln) mit anschließendem Gastgespräch und Diskussion zum Film. Für Polnisch-Interessierte wird zum Abschluss ein Schnupperkurs Polnisch (für Anfänger) und ein Sprachworkshop (für Fortgeschrittene) angeboten. Das Projekt wird mit freundlicher Unterstützung vom Polnischen Institut Berlin, dem Programmkino Thalia Babelsberg und der Deutsch-Polnischen Gesellschaft Brandenburg ermöglicht. Betreuung: Malgorzata Mrosek (Lektorat Polnisch, Universität Potsdam).

Weitere Informationen:
Facebook: www.facebook.com/polnischerfilmclub
filmPolska: www.filmpolska.de/

Nachlese

Am Montag, 13. November um 18 Uhr
Fassung: OmdU

Zu Gast: Prof. Dr. Robert Traba

Nach 20 Jahren kehrt Franek in seinen polnischen Heimatort zurück, um nach seinem jüngeren Bruder Józef zu sehen. Die Stimmung im Dorf entpuppt sich als feindselig gegenüber Józef, der entdeckt hat, dass während des Zweiten Weltkrieges Grabsteine des jüdischen Friedhofs zum Straßenbau benutzt wurden. Im Gewand eines Thrillers erzählt Władysław Pasikowski von den Spuren einer Schuld, die bis in die eigene Familie reicht. Der Film spielt auf das von polnischen Bewohnern an ihren jüdischen Nachbarn verübte Massaker in Jedwabne von 1941 an. In Polen löste der Film einen handfesten Skandal und hitzige Diskussionen aus.

Der Historiker, Politologe und Kulturwissenschaftler Robert Traba ist Professor am Institut für Politische Studien an der polnischen Akademie der Wissenschaften und Honorarprofessor an der Freien Universität in Berlin. Sein Forschungsschwerpunkt liegt u.A. auf dem Feld der Kulturgeschichte und der Public History, sowie dem Thema des kulturellen Gedächtnisses. Dabei fokussiert sich Prof. Dr. Traba thematisch auf die Geschichte des deutsch-polnischen Grenzgebietes im 19. und 20. Jahrhundert, Ostpreußens und Ostmitteleuropas.
 

Suicide Room

Am Montag, 4. Dezember um 18 Uhr
Fassung: OmdU

Nick ist kein Name. Die Welt ist keine Matrix. Das Leben ist kein Spiel, lass Dich nicht ausloggen! Dominik ist ein normaler Junge. Er ist ein Einzelkind, steht kurz vor dem Abitur, hat viele Freunde. Seine Eltern sind wohlhabend. Eines Tages ändert sich alles durch einen Kuss. Er lernt sie im Internet kennen. Sie ist geheimnisvoll, irgendwie gefährlich. Sie führt ihn in den „Suicide Room” - einen Ort, von dem es kein Entkommen gibt. Dominik ist in seinen eigenen Gefühlen gefangen, verstrickt in einer tödlichen Falle, und verliert das Kostbarste im Leben…

Hardkor Disko

Am Montag, 15. Januar 2018 um 18 Uhr
Fassung: OmdU

So wie sein Held Marcin kommt auch der Film “Hardkor Disko” aus dem Nichts. Das Drama des 31-jährigen Regisseurs Krzysztof Skonieczny entstand nicht nur ohne jede Filmförderung und redaktionelle Betreuung; es entstand vor allem ohne Kompromisse. Dabei sieht man das dem Debütfilm auf den ersten Blick gar nicht mal an: Wie ach-so-viele Regisseure der Berliner Schule vor ihm setzt Skonieczny auf spröde, in Grau-Blau getauchte Bilder, die Dialoge sind karg, die Handlung – und vor allem ihr Ende – offen.