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Film zum Sonntag – der Ausblick in die kommende Kinowoche

High-Rise

Am 26. Juni um 19 Uhr

Nach seiner Scheidung zieht der dreißigjährige Dr. Robert Laing (Tom Hiddleston) in ein ungewöhnliches Hochhaus. In den einzelnen Etagen werden die Bewohner nach niederer Klasse, Mittelklasse und Oberschicht unterteilt. In den oberen Stockwerken haust die Upperclass, während sich Familien mit den unteren Geschossen zufrieden geben müssen. Laings Appartement befindet sich im mittleren Bereich. Bald macht er nicht nur die Bekanntschaft des Fernsehjournalisten Richard Wilder (Luke Evans), der im zweiten Stock wohnt, sondern auch die des Architekten und Schöpfer des Hochhauses, Anthony Royal (Jeremy Irons), der erhaben über allen ganz oben residiert. Je länger Laing in dem Appartement haust, desto deutlicher spitzen sich die Konflikte zu, die unter der Oberfläche rumoren. Bei einem Stromausfall schlagen die Auseinandersetzungen dann in offene Gewalt um und es entsteht Anarchie. Laing steht plötzlich vor einer folgenschweren Entscheidung. Denn als Wilder Royal stürzen will, muss er Farbe bekennen…

Tangerine L.A.

Film zum Sonntag am 03. Juli um 19 Uhr

Freche Sticheleien, lose Mundwerke, wütende Handgreiflichkeiten und ein rauer Blick auf Hollywoods Transen-Strich machen TANGERINE L.A. zu einem kraftvollen, fiebrigen und rauen Filmfeuerwerk, das beim Sundance-Festival von Kritikern und Publikum stürmisch gefeiert wurde. Als Filmemacher setzt Sean Baker auf Do-It-Yourself und Guerilla-Dreh-Authentizität: Er führte Regie, machte den Filmschnitt und bediente zusammen mit Radium Cheung die Kamera – soll heißen das Smartphone. Auch wenn man es dem tiefen und sonnigen Widescope-Bild nicht ansieht, aber TANGERINE L.A. ist mit anamorphotischen Adaptern und einer 8$-App auf iPhones gedreht – für bloße 100.000 Dollar!

Unterwegs mit Jacqueline

Film zum Sonntag am 10. Juli um 19 Uhr

Französisches Wohlfühlkino vom Feinsten: Die algerisch-französische Komödie hat alles, was ein Sommerhit braucht – Spaß, Leichtigkeit und dazu einen absolut brillanten, sympathischen Hauptdarsteller. Fatsah Bouyahmed spielt den algerischen Bauern Fatah, der mit seiner Kuh Jacqueline die ganze Strecke von Marseille nach Paris zur Landwirtschaftsaustellung läuft und dabei allerhand Abenteuer erlebt, viele Menschen kennenlernt und zum Internethelden avanciert. Ein modernes Märchen, das nicht immer realistisch ist, aber dafür umso liebenswerter. Ein entzückender Film!

Frühstück bei Monsieur Henri

Film zum Sonntag am 17. Juli um 19 Uhr

Für sein Kinodebüt „Irène“ erhielt der französische Regisseur Ivan Calbérac 2003 eine César-Nominierung für das beste Erstlingswerk. Mit „Frühstück bei Monsieur Henri“ adaptiert Calbérac nun sein eigenes Boulevard-Theaterstück aus dem Jahr 2013, was sich in den geschliffenen Dialogen und Rededuellen widerspiegelt, die die Generationenkomödie entscheidend prägen. Mit französischer Leichtigkeit und der zündenden Chemie zwischen dem französischen Altstar Claude Brasseur („Die Außenseiterbande“) und der schweizerischen Newcomerin Noémie Schmidt gelingt eine leichte, dialogreiche Komödie, die charmante Unterhaltung bietet.

Wiener Dog

Film zum Sonntag am 24. Juli um 19 Uhr

Ein Dackel ist der rote Faden von „Wiener Dog“, dem neuen Film von Todd Solondz („Happiness“, „Willkommen im Tollhaus“), der in vier lose verbundenen Vignetten in seiner unverwechselbaren, zwischen Zynismus und Menschlichkeit changierenden Art, über die Abgründe Amerikas erzählt.

Maggies Plan

Film zum Sonntag am 31. Juli um 19 Uhr

Fast ein eigenes Genre sind inzwischen Filme, in denen Greta Gerwig eine junge Frau spielt, die meist in New York lebt und nach ihrem Platz im Leben sucht. Rebecca Millers „Maggie's Plan“ ist eine amüsante Variation dieser Gerwig-Filme: eine hochkarätig besetzte, spritzige und moderne Großstadtkomödie über die unplanbaren Zufälle im Leben und in der Liebe - pointiert, emotional, sehr unterhaltsam.