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Der gewöhnliche Faschismus

 

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UdSSR
1965
133 min
FSK: 12
Spielende Kinder, Liebespaare, Bilder aus dem Alltag in Moskau, Warschau und Berlin. Sympathische, liebenswerte und glückliche
Menschen. Sahen jene Deutschen der dreißiger Jahre, die zu Barbaren wurden, anders aus? Wie werden aus zivilisierten Menschen gewöhnliche Faschisten?
Der russische Regisseur Michail Romm enthüllt vor allem die alltäglichen Aspekte des Nationalsozialismus. In 18 Kapiteln geht er
der Frage nach, wie der todbringende Wahn entsteht, was ihm vorausgeht – zu seiner Zeit ein neuer, persönlicher, fast intimer
Zugang. Durch das Unspektakuläre der Beispiele lässt er vielfältige Assoziationen zu, vor allem aber in Bezug auf vergleichbare
Grundmuster in unterschiedlichen Diktaturen. So ist Romms Werk im eigenen Land nicht gern gesehen. Nur die Tatsache, dass „Der gewöhnliche Faschismus“ 1965 auf dem Festival in Leipzig gezeigt und prämiert wird verhindert schließlich eine Zensur in Moskau.
Die Drehbuchautorin Maja Turowskaja: „Man hat Romms Film sehr leise nach Leipzig geschickt...“