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Enron - The Smartest Guys in the Room

 

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USA
2005
109 min
FSK: 0
Als der Energiekonzern ENRON, eines der sieben größten Unternehmen der USA und Hätschelkind der Finanzwelt, im Dezember 2001 Insolvenz anmeldet, beginnt der größte Börsenkrimi der Weltwirtschaft. Niemand hatte vorausgesehen, dass der Energiehändler wie ein Kartenhaus zusammenfallen würde, gebaut auf Schulden, falschen Versprechen und frisierten Bilanzen. Die wenigsten hatten das Ausmaß an krimineller Energie, das die ENRON-Manager an den Tag legten, für möglich gehalten. ENRON wurde zum Symbol für die korrupte Börsenwelt der New Economy in den ausgehenden neunziger Jahren. Und zum Synonym für die Skrupellosigkeit von Managern, die die Blauäugigkeit von Aktionären und die Blindheit von Politik und Justiz geschickt für sich zu nutzen verstanden.

Ein Schuldenberg in Milliardenhöhe, 20.000 Arbeitslose und zwei Milliarden Dollar an vernichteten Pensionsfonds von ENRON-Mitarbeitern – so sah das unrühmliche Erbe des Konzerns aus. Größenwahn, Gier, und rücksichtsloses Machtstreben bildeten die Zutaten für den folgenreichsten Firmenbankrott der US-Wirtschaft. Ermöglicht hatten dies Bilanzfälschungen von unglaublicher Dreistigkeit: Termingeschäfte wurden bei ENRON als Einnahmen geführt und Hunderte anonymer Beteiligungsgesellschaften gegründet, die Geschäfte mit sich selbst abschlossen und sich ihre Transaktionen von Banken teils vorfinanzieren ließen. Bevor die gigantische Seifenblase 2001 zerplatzte, zahlten sich die ENRON-Manager John Baxter, Jeffrey Skilling, Andrew Fastow und der im Juli 2006 verstorbene Geschäftsführer Kenneth Lay noch ein Bonus-Programm in Höhe von 55 Millionen Dollar aus.

»ENRON – The Smartest Guys in the Room« ist weniger Dokumentation als ein spannender Wirtschaftskrimi. Die Oscar-nominierte Dokumentation basiert auf dem gleichnamigen Buch von Bethany McLean und Peter Elkind. McLean hatte im Fortune-Magazin im März 2001 als erste öffentlich Zweifel an den Bilanzen von ENRON angemeldet und den Stein ins Rollen gebracht. Neben den beiden Journalisten kommen im Film weitere Börsianer, Politiker, Rechts- und Staatsanwälte zu Wort. An der Chonologie der Ereignisse entlang rollt die von Peter Coyote erzählte Dokumentation den Fall ENRON auf. Von den Firmenanfängen über die Energiekrise in Kalifornien, an der Enron nicht unbeteiligt war, bis zu den Gerichtsverhandlungen im Jahr 2005. ENRON gibt das Paradebeispiel für eine gescheiterte Deregulierung ab und für eine käufliche Wirtschaftspolitik, die blindlings dem Markt und seinen Goldgräbern vertraut.