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JANINE F.

 

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Deutschland
2005
0 min
FSK: 0
Der Fall Janine F. ging im November 2002 durch die Presse. Die 24-jährige
Frau hatte sich aus dem fünften Stockwerk des Berliner Kunsthauses Tacheles
gestürzt. Die Zeitungen gaben den Tacheles-Künstlern eine Mitschuld
an ihrem Tod. Sie hatten Janines Todesankündigung auf Video aufgenommen,
aber nicht ernst genommen. Am nächsten Morgen hatten Touristen
ihre Leiche fotografiert. Sie glaubten an eine Kunstperformance.
In ihrem Film begibt sich Teresa Renn auf eine Spurensuche und fragt, wer
Janine F. war und wie es zu ihrem Selbstmord kam. Ihre Suche beginnt im
Kunsthaus Tacheles. Hier teilte sich Janine mit anderen Künstlern ein Gemeinschaftsatelier.
Eine fröhliche, starke Frau, die weiß, was sie will – das
war der erste Eindruck ihrer Kollegen. Resa, ein iranischer Maler, bemerkte,
wie sie sich im Lauf der Zeit veränderte und von Stimmen zu erzählen begann,
die sie verfolgten.
Neben den Künstlern kommen Janines engste Freunde zu Wort. Ein Bild
ihrer Persönlichkeit beginnt sich zu entwickeln. Neben ihrer Kunst, an der
sie Tag und Nacht arbeitete, gehörten Drogen wie Speed oder Liquid
Ecstasy zu ihrem Alltag. Janine F. lebte ein intensives Leben auf einem schmalen
Grat. Von den Stimmen, die sie hörte, erzählte sie nur wenig. Keiner ihrer
Freunde ahnte, wie ernst es um sie stand.