"Mietenstopp Potsdam"

18.00 Uhr Kurzfilme zum Thema Mieten

19.00 Uhr Gesprächsrunde mit


- Andrej Holm (Stadtsoziologe)
- Mike Schubert (Beigeordneter der LHP)
- Jörn-Michael Westphal (Geschäftsführer ProPotsdam)
- Irene Bude (Regisseurin „Bye, Bye St. Pauli“)
- Katharina Tietz (Stadtjugendring Potsdam)
- Moderation: Jenny Pöller (AFZ) – angefragt

20.30 Uhr Bye, Bye St. Pauli

Wohnungspolitisches Forum am 22.-23.06.2018 in Potsdam
Gerade in den Ballungsräumen und Städten sind steigende Mieten inzwischen zu einem wesentlichen Faktor für Gentrifizierung, soziale Entmischung und Verdrängung geworden. Viele Menschen müssen immer länger arbeiten, um ihre monatliche Miete zu finanzieren. Gleichzeitig steigen die Grundstückspreise und die mit der Vermarktung von Wohnraum erzielten Profite. Verwaltungen und Politiker*innen stellen diese Entwicklungen als Naturgesetz dar. Oft beteiligen sich kommunale Wohnungsunternehmen selbst aktiv am großen Geschäft mit den steigenden Mieten.

Wir laden am 22. und 23.06.2018 nach Potsdam ein. In einer der teuersten ostdeutschen Städte möchten wir die grundsätzlichen Fragen stellen und diskutieren, die entstehen, wenn Wohnraum zur Ware wird. Wir wollen Problembewusstsein und öffentlichkeit schaffen, den Handlungsdruck erhöhen, Möglichkeiten für Veränderungen aufzeigen, Selbstorganisation fördern und gemeinsam entspannte und inspirierende Tage verbringen.

Der Hauptteil wird am Samstag, 23.06. im selbstverwalteten Kulturzentrum freiland stattfinden. Wer noch einen inhaltlichen Beitrag (Beratung, Workshop, Kunstaktion) beisteuern will, kann uns kontaktieren.

Die Veranstaltung wird gefördert durch die Landeszentrale für politische Bildung Brandenburg.

Eintritt Frei

Am 24. Juni um 14.30 Uhr Break Session & Funky Tunes im Kinocafé Konsum und ab 16.30 Uhr Plahn (Tanzperformance), Vorstellung des Film´s Breakn und mehr im Thalia Kino

 

Für viele Menschen ist breakn - besser bekannt als Breakdance - ein wildes Gefuchtel von Armen und Beinen, ein Wettstreit um die coolsten moves, ein Tanz ohne Regeln. Für die Kids der Dokumentation  "breakn" von  Florian Devriel und Robert Segner ist es sehr viel mehr. Die fünf porträtierten jungen Menschen gewähren sensible Einblicke in ihre unterschiedlichen Lebensrealitäten und Erfahrungswelten. Alle eint das breaken. Was das Tanzen für sie bedeutet und welchen Einfluss es auf ihr Leben und auf ihren Zugang zu anderen Menschen hat, verdeutlicht die Doku anhand von persönlichen Interviews und einem Blick in die Bewegungsvielfalt der Protagonisten.

 

 

24. Jüdisches Filmfestival Berlin & Brandenburg 2018 vom 26. Juni bis 5. Juli

Am 01. Juli um 20 Uhr (OmU)

Ein deutscher Kuchenbäcker in Jerusalem in einem sinnlichen Film über das Backen, Begierde, Eifersucht und Geheimnisse. Eine erfrischend andere Betrachtung zu Israelis und Deutschen, die ganz in der Gegenwart bleibt.

Thomas im Café Kredenz in Berlin ist ein ausgezeichneter Bäcker. Seine Kekse und Torten betören auch den israelischen Geschäftsmann Oren. Aus der Liebe zum Kuchen entsteht eine Leidenschaft zwischen beiden Männern, die sich jedoch nur einmal im Monat sehen. Denn Oren hat eine Frau und einen Sohn in Jerusalem. Als Thomas herausfindet, dass sein Liebhaber einen tödlichen Unfall hatte, begibt er sich nach Jerusalem in das Café von Anat, der Witwe Orens. Sie gibt ihm zunächst einen Hilfsjob, später fängt er auch bei ihr an, seine Torten und Plätzchen zu backen. Das ist gut für das Geschäft stört aber den Bruder von Oren, der dem Deutschen misstraut. Dann kommen sich Anat und Thomas immer näher. Aber wird Thomas sein Geheimnis für immer bewahren können? (Jörg Taszman)

Mit einer Projektmitarbeiterin oder Projektmitarbeiters von Ärzte ohne Grenzen

Am 04. Juli um 19 Uhr

Der Dokumentarfilm „Affliction“ bietet einen Einblick in die Arbeit von Ärzte ohne Grenzen während des Hoch ansteckende Viruserkrankung, die durch Körperflüssigkeiten übertragen wird und meist tödlich verläuft. Symptome sind u. a. hohes Fieber, Erbrechen und Blutungen. Eine Impfung gegen das Ebola-Virus existiert nicht, Patienten müssen isoliert und Kontaktpersonen überwacht werden. Das Kamerateam hatte unbegrenzten Zugang zu den Teams und konnte somit auch schwierige Momente einfangen, die oftmals verborgen bleiben. Neben der Perspektive der Helfenden beeindrucken besonders die Geschichten und Schicksale der Erkrankten und ihrer Familien. Die Furcht der Menschen, die Stigmatisierung und die Auswirkungen der Quarantäne werden thematisiert. Zudem geht es in dem Film um die Schwierigkeiten bei der Versorgung der Patienten und Patientinnen und das Fehlen einer angemessenen für die Ebolavirus-Infektion, sowie das Versagen der internationalen Gemeinschaft bei der Reaktion auf die gehäuftes Auftreten einer Infektionskrankheit. Die Epidemie ist sowohl örtlich als auch zeitlich begrenzt. Hoch ansteckende Viruserkrankung, die durch Körperflüssigkeiten übertragen wird und meist tödlich verläuft. Symptome sind u. a. hohes Fieber, Erbrechen und Blutungen. Eine Impfung gegen das Ebola-Virus existiert nicht, Patienten müssen isoliert und Kontaktpersonen überwacht werden. „Affliction“ gibt es Gelegenheit zur Diskussion mit einem Projektmitarbeiter oder einer Projektmitarbeiterin von Ärzte ohne Grenzen.

Filmseite

Mit Regisseurin Julia Langhof

Am 14. Juli um 20 Uhr

Unsere Eltern haben uns immer gesagt, dass wir einzigartig sind. Sie haben gelogen.

Familie Schalckwyck lebt in einem wohlhabenden Bezirk Berlins, Mutter Krista und Vater Michael wollen ihren Kindern Karl und Anna alle Möglichkeiten bieten. Die Zwillinge stehen kurz vor dem Abitur. Während die ambitionierte Anna schon ziemlich genau weiß, wie ihr Leben verlaufen soll, widmet Karl lieber seine ganze Aufmerksamkeit seinem Blog „The language of many others“. Dort postet er unter anderem auch persönliche Aufnahmen seiner eigenen Familie, was Karls Verhältnis zu seinem Vater vor eine Zerreißprobe stellt.

Mit Regisseur Hans Block und Prof. Dr. Pousttchi

Am 18. Juli um 20 Uhr

THE CLEANERS enthüllt eine gigantische Schattenindustrie digitaler Zensur in Manila, dem weltweit größten Outsourcing-Standort für Content Moderation. Dort löschen zehntausende Menschen in zehn Stunden Schichten im Auftrag der großen Silicon Valley-Konzerne belastende Fotos und Videos von Facebook, YouTube, Twitter & Co. Komplexe Entscheidungen über Zensur oder Sichtbarkeit von Inhalten werden so an die „Content Moderatoren“ outgesourct. Die Kriterien und Vorgaben, nach denen sie agieren, sind eines der am besten geschützten Geheimnisse des Silicon Valleys. Die Grausamkeit und die kontinuierliche Belastung dieser traumatisierenden Arbeit verändert die Wahrnehmung und Persönlichkeit der Content Moderatoren. Doch damit nicht genug. Ihnen ist es verboten, über ihre Erfahrungen zu sprechen.

Filmseite

Mit Anne Clark

Am 27. Juli um 17.30 Uhr

Anne Clark, Ikone der Musikgeschichte und grandiose Pionierin der Spoken Word-Kunst, steht seit mehr als 30 Jahren auf der Bühne. Sie verwandelt Sprache in einzigartige Musik. Seit Beginn der 80er Jahre sorgten New Wave Klassiker wie OUR DARKNESS und SLEEPER IN METROPOLIS für einen Rausch der Begeisterung, der Generationen von Musikern inspirierte. Ihre analogen Synthesizer-Sounds machten die düstere Poetin zu einer Wegbereiterin des Techno. Nach einschneidenden Konfrontationen mit ihrer Plattenfirma verschwand sie von der musikalischen Bildfläche und erfand sich in der stillen Einsamkeit Norwegens neu. Regisseur Claus Withopf begleitete Anne Clark fast ein Jahrzehnt lang und porträtiert eine so gesellschaftskritische wie überwältigende Ausnahmekünstlerin – eine musikalische Rebellin, die sich jenseits des kommerziellen Mainstreams auf ihrer eigenen Tonspur bewegt. Mit existentiellen Lyrics, handfester Poesie und akustischen Experimenten schuf Anne Clark ein Repertoire feinster elektronischer Musik. Nicht nur sich selbst, sondern auch ihr Publikum stellte sie unermüdlich vor neue Herausforderungen. Ihren Stil wechselte Anne Clark unentwegt, einzig ihrer Identität blieb sie dabei stets treu – bis heute mit einer Virtuosität, die ihresgleichen sucht.
ANNE CLARK – I‘LL WALK OUT INTO TOMORROW ist das fesselnde Porträt einer unverwechselbaren Künstlerin, die mit der Kraft ihrer sensationellen Poesie und explosiven Sounds die Musikwelt auf den Kopf gestellt hat. Was bleibt, ist ein sagenhaft künstlerisches Talent, das zur Kultfigur im kulturellen Musikgedächtnis einer Generation wurde.

Mit Regisseur Alexander Schiebel

Am 28. Juli um 20 Uhr

In Südtirol ist in den letzten Jahrzehnten das größte, zusammehängende Apfelanbaugebiet Europas entstanden. Eine gewaltige Monokultur, die mit ihren endlosen Baumreihen, Betonsäulen und Hagelnetzen immer tiefer in die letzten unberührten Alpentäler vorrückt. Diese Monokultur erreicht nun auch Mals im Obervinschgau, das zwar nur rund 5.000 Einwohner hat, aber mit 24.000 Hektar die zweitgrößte Gemeinde Südtirols ist.

Doch hier flammt Widerstand auf. Eine Handvoll mutiger Malser wehrt sich. Sie wollen keine Pestizidwolken auf ihrem Gemeindegebiet und keine industrielle Landwirschaft. Mit einem Feuwerwerk der Ideen kämpfen sie für ein Referendum, in dem die Bevölkerung entscheiden soll, ob Mals zur ersten Gemeinde Europas ohne Pestizide in der Landwirtschaft werden soll.

Mit Regisseur Christian Vogel

Am 01. August um 18 Uhr

EGAL WAS KOMMT - ein außergewöhnlicher Reisebericht, der Roadmovie und Episodenfilm ineinander vereint. Ein Film über Mut, Liebe und Vertrauen, aber auch über Zuversicht, wenn es scheinbar nicht mehr weiter geht.

Christian Vogel ist 34 Jahre alt, als er sich seinen Herzenswunsch erfüllt: Einmal die Erde auf dem Motorrad umrunden.

Er kündigt die Wohnung und hängt seinen Job als Fernsehjournalist an den Nagel. Gerade erst frisch

verliebt, fällt der Abschied dann besonders schwer. Wie lange er seine Freundin und seine Familie
nicht sehen wird, ist ungewiss. Am 19. Mai 2015 beginnt der Aufbruch ins Unbekannte. Vor ihm liegt
eine Route, die unter anderem durch die USA, Kanada und Russland führt. Auch China, die
Mongolei, Pakistan, Indien und der Iran werden von ihm durchquert.

Filmgespräch und ein kleines Konzert mit Regisseur Andreas Dresen und Schauspieler Alexander Scheer

Am 15. August um 20 Uhr

Baggerfahrer und Liedermacher, Genosse und Rebell, Rocksänger und Familienvater - Gerhard Gundermann lebte intensiv, im Widerspruch und verglühte frühzeitig. Er hat sich eingemischt, sich geirrt, hat gekämpft und sich korrigiert. Hat Schuld auf sich geladen und viele Menschen mit seiner Musik glücklich gemacht. Typen wie ihn gab und gibt es überall und sie ecken überall an. Nicht nur im Osten Deutschlands, wo er herkam.