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Leben Live - Dokumentarfilme im Thalia

Die Reise der Pinguine 2

Zwölf Jahre nach dem Oscar-prämierten Publikums-Erfolg „Die Reise der Pinguine“ begeben sich die Tiere wieder auf die Reise. Die Macher konzentrieren sich in der Fortsetzung auf den Pinguin-Nachwuchs, der sich allein auf den Weg zum Ozean macht. Dank Drohnen-Einsatz und modernster, hochauflösender Kameras verfügt „Die Reise der Pinguine 2“ über brillante, gestochen scharfe Bilder und spektakuläre Luftaufnahmen. Leider frönt Regisseur Luc Jacquet erneut seiner Lust am verschwenderischen Einsatz kitschig-pathetischer Gestaltungs- und Stilmittel.

Maleika

Der als „Gepardenmann“ bekannt gewordene Filmemacher und Fotograf Matto Barfuss begleitet in „Maleika“ eine Geparden-Mama und ihren Nachwuchs. Der Film bietet intensive Szenen von höchster Intimität ebenso wie Momente größter Gefahr, eingefangen in stimmungsvollen und anmutigen Naturaufnahmen. Aus „Maleika“ hätte ein nahezu makelloser Tierfilm werden können - dafür  hätte man allerdings auf den verniedlichenden Off-Kommentar im Disney-Stil verzichten müssen, der die Tiere stark vermenschlicht und manchmal sogar zu unfreiwilliger Komik führt.

Weit. Die Geschichte von einem Weg um die Welt

Dreieinhalb Jahre trampten Gwen Weisser und Patrick Allgaier um die Welt, einmal rund um den Globus – die Kamera immer mit dabei. Durch ihre ungemein sympathische Dokumentation lassen sie uns dieses Abenteuer jetzt im Kino miterleben - anfangs mit überragendem Erfolg in Freiburg, mittlerweile in der ganzen Republik. Viel schöner kann man nicht Lust machen aufs Reisen, auf Welt entdecken, auf Menschen kennen lernen.

Der Film und die beiden Reisenden Patrick und Gwen sind dermaßen sympathisch, dass man sich ungeheuer gerne mit ihnen auf ziemliche Abenteuer einläßt quer durch die Welt, meist trampend, oft im Zelt schlafend, oft auch bei Menschen, die sie unterwegs kennen lernen. Da Patrick zudem von Beruf Kamermann ist, kann man sich über erstaunlich professionelle Bilder freuen, die immer dicht dran sind an der Natur und den Mitmenschen. Viel schöner kann man nicht Lust machen aufs Reisen, auf Welt entdecken, auf Menschen kennen lernen. Ein Film wie eine gelebte Völkerverständigung.

Berlin Rebel High School

Die selbstverwaltete „Schule für Erwachsenenbildung“ (SFE) in Berlin-Kreuzberg ermöglicht jungen Menschen auf dem zweiten Bildungsweg die Prüfungsvorbereitung auf den mittleren Schulabschluss und das Abitur. Alexander Kleider, selbst Absolvent der SFE, porträtiert den Schulalltag in seinem Dokumentarfilm „Berlin Rebel High School“, wobei neben unbeschwerten Momenten auch Knatsch nicht ausbleibt. Die Diskussion um eine Reform des Bildungssektors regt die herkömmlich gefilmte Doku mit vielen inhaltlichen Anknüpfungspunkten an – und gefällt mit den grundsympathischen Protagonisten. Die Wiesbadener Filmbewertungsstelle verlieh dafür das Prädikat „Besonders Wertvoll“, zudem erhielt der Film 2017 eine Nominierung beim Deutschen Filmpreis.