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Ist das noch Demokratie oder kann das jetzt weg?

Immobilienblase, Eurokrise, TTIP, CETA und TISA, Bankenrettung, Steuerschlupflöcher für Konzerne, Destabilisierung und Austausch von unwilligen Regierungen, Ausverkauf von Volkseigentum, Enteignung der Kleinsparer durch Zinsen unterhalb der Inflationsrate – was sich die Politik gerade im Euroraum erlaubt ist in den Augen vieler die endgültige Durchsetzung der Diktatur des Kapitals. Und unsere „Volksparteien“ immer schön voran.

Wir gehen dem auf den Grund. Eine Filmreihe zum Auf- und Anregen.

Der Wanderer und die Kandidatin

Am 24. Januar um 18.45 Uhr mit Regisseur Axel Kalhorn

Kurzfilmprogramm zum Thema: Empört Euch und macht´s Besser

Das System Milch

Am 31. Januar um 18.45 Uhr

"Die beeindruckende Doku zeit die Machenschaften der globalen Milchindustrie und ihre Folgen auf die Tiere, Umwelt und Menschen." - Utopia.de
 

Milch ist Big Business. Hinter dem unschuldig anmutenden Lebensmittel verbirgt sich ein milliardenschweres Industriegeflecht. Dabei ginge es auch anders…

Clash

Am 07. Februar um 18.45 Uhr

Arabische Sprachfassung mit deutschen Untertiteln

2013: Ägypten befindet sich nach Volksaufstand und Militärputsch im Chaos. Keine Regierung kann sich halten. In seinem zweiten Spielfilm erzählt Regisseur Mohamed Diab von Militär-Anhängern und Muslimbrüdern, eingesperrt auf engsten Raum. Komplett aus dem Inneren eines Polizei-Van heraus gefilmt, prallen die Emotionen der Inhaftierten dort aufeinander, während draußen Hysterie und Gewalt toben.

Human Flow

Am 14. Februar um 18.30 Uhr

Der chinesische Konzeptkünstler Ai Weiwei tritt seit jeher für Menschenrechte ein. Daher erscheint es nur folgerichtig, dass er mit dem in Venedig uraufgeführten „Human Flow“ eine dokumentarische Reflexion weltweiter Migrationsbewegungen vorlegt. Anders als Gianfranco Rosi in seiner preisgekrönten Dokumentation „Seefeuer“ nimmt Ai Weiwei keine rein europäische Perspektive ein, sondern bebildert so ziemlich alle gegenwärtigen Flüchtlingsströme rund um den Globus. Auf Erklärtexte aus dem Off verzichtet er ebenso wie auf eine gesellschaftspolitische Einordnung und einen klaren roten Faden. Mit einer stolzen Laufzeit von zweieinhalb Stunden kommt der inhaltlich überladene Dokumentarfilm daher nicht ohne Längen aus.

Abluka - Jeder misstraut Jedem

Am 21. Februar um 18.30 Uhr

Türkische Sprachfassung mit deutschen Untertiteln

Einen treffenden deutschen Untertitel erhielt „Abluka – Jeder misstraut Jedem“, der zweite Film des türkischen Regisseurs Emin Alper. In nicht allzu ferner Zukunft spielt die Geschichte, in einer Welt, die von Misstrauen und Verrat geprägt ist und Brüder sich gegenseitig ausspionieren, kurz gesagt einer Welt, die nicht mehr weit von der gegenwärtigen Türkei entfernt zu sein scheint.

Thank you for Calling

Am 28. Februar um 20 Uhr mit Regisseur Klaus Scheidsteger

„Too big to fail“: Mobiltelefonie hat sich weltweit in kürzester Zeit als unersetzliche Kommunikationstechnologie durchgesetzt. Ist es möglich, dass sie trotz ihrer rasanten Verbreitung krebserregend ist?

Der Film geht nicht nur ernsthaften Hinweisen auf mögliche Gesundheitsrisiken nach, sondern vor allem der Frage, warum diese Forschung bisher kaum in der öffentlichen Wahrnehmung angekommen ist. Anhand von Fakten, Insidern und spannenden Protagonisten rekonstruiert der Film eine groß angelegte Verschleierungstaktik der Mobilfunkindustrie. Es wird ein Kampf von David gegen Goliath.

Das Ding am Deich - Vom Widerstand gegen ein Atomkraftwerk

Am 07. März um 18.45 Uhr

Anfang der 1970er Jahre versetzten die Pläne zum Bau eines Atomkraftwerks die Bewohner der kleinen Elbgemeinde Brokdorf in Aufruhr.

Es folgten große Proteste, die den Ort spalteten und die Republik 13 Jahre lang in Atem hielten. 1986, kurz nach dem Super-GAU von Tschernobyl, ging das AKW ans Netz.
Es wurde ruhig in der Marsch, und nur noch wenige Dorfbewohner hielten an ihrem Widerspruch fest.

Mit Neugier auf diese Menschen und ihren Alltag mit einem AKW vor der Haustür macht sich der Film auf in den abgelegenen Landstrich. Ein Jahr lang umkreist er das „Ding“ und taucht mit den Erinnerungen der widerständigen Anwohner und altem Filmmaterial ein in eine bewegende Vergangenheit. Doch dann wird die Geschichte von der Gegenwart auf eine Weise eingeholt, die niemand erwartet hätte: Zuerst beschließt die Bundesregierung längere Laufzeiten für alle AKW, und nur wenig später bebt in Japan die Erde …

Blue Eyed

Am 14. März um 20 Uhr mit Regisseur Bertram Verhaag

Jane Elliott, ehemalige Lehrerin aus Iowa (USA), führt seit über 30 Jahren einen engagierten Kampf gegen Vorurteile, Ignoranz und Rassismus in ihrer Gesellschaft. Was sie nach dem Tode von Martin Luther King jun. 1968 mit ihren Schülern und Schülerinnen begann, praktiziert sie heute mit Lehrer/innen, Studierenden, Feuerwehrleuten oder ganzen Bankbelegschaften.

In Workshops teilt sie die Menschen ein in BLAUÄUGIGE und BRAUNÄUGIGE und weist den Blauäugigen alle schlechten Eigenschaften zu, die in unseren Gesellschaften Schwarzen, MigrantInnen, Behinderten, Schwulen, Lesben und Frauen angehängt werden. Sie erklärt die Braunäugigen für besser und intelligenter und stattet sie mit Privilegien aus, die sie den Blauäugigen, die sie als schlecht, minderwertig und dümmer abqualifiziert, nicht gewährt. Viele Weiße (vor allem Männer) erspüren hier zum ersten Mal das Gefühl, zu denen zu gehören, die nie gewinnen können, und so behandelt zu werden, wie die Gesellschaft Frauen behandelt, Farbige behandelt oder Menschen, die körperlich abweichend sind.